Heppenheim. Die Bensheimerin Barbara Hoock wurde beim Bergsträßer Weinmarkt in Heppenheim zur neuen Bergsträßer Gebietsweinkönigin gekrönt. Ihre Vorgängerin Annika Büchler übergab ihr die Krone und verabschiedete sich unter Tränen von ihrem Amt als erste Repräsentantin des kleinsten Weinanbaugebietes in Deutschland. Viele Gäste, darunter auch zahlreiche Weinköniginnen und Prinzessinnen angrenzender Weinanbaugebiete, waren in den kurmainzer Amtshof gekommen. Die Regentschaft von Barbara Hoock geht bis zum September nächsten Jahres. (df) Bild: Dietmar Funck
Quelle: http://www.morgenweb.de/region/rhein_neckar_ticker/Mannheimer_Morgen/10829_Heppenheim:_Barbara_Hoock_neue_Bergstr%C3%A4%C3%9Fer_Weink%C3%B6nigin.html
Weinmarkt: Abschied von Annika Büchler und Inthronisation von Barbara Hoock - Wieder Tausende in der Altstadt

Krönchenwechsel: Die Bergsträßer Weinkönigin Annika Büchler (links) aus Roßdorf krönte am Samstag im Amtshof beim Weinmarkt ihre Nachfolgerin Barbara Hoock. Wie ihre Vorgängerinnen vertritt Büchler nun die Bergstraße bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin im Herbst. Foto: Jürgen Strieder
Optimaler hätte das letzte Weinmarktwochenende kaum eingeleitet werden können: Zuerst ein fast königlich anmutendes Fußballfest und gut zwei Stunden danach eine königliche Zeremonie, mit der dem Samstag in des Wortes wahrstem Sinne die Krone aufgesetzt wurde. Noch sichtlich befeuert vom 4:0, das eine begeistert mitgehende Fangemeinde im bis aufs letzte Fleckchen belegten Winzerzelt bejubelt hatte, gestaltete sich die anschließende Inthronisation von Barbara Hoock zur neuen Bergsträßer Weinkönigin zu einer stimmungsvollen Angelegenheit. Wobei zwischen den Ereignissen in Kapstadt und Heppenheim sogar die Begrifflichkeiten übereinstimmten: Hier wie dort hatte man es mit einem ,,Viertel"-Finale zu tun. Jenem Viertel, das goldgelb im Glas schimmert, wurde auch an den letzten beiden Tagen des größten Heppenheimer Volksfestes kräftig zugesprochen. Ein erneut nur nach Tausenden zu zählendes Publikum ließ sich einfangen von der Altstadtatmosphäre und stieß an auf die neue Regentin, die nun bis zum Bensheimer Winzerfest 2011 für 14 Monate das Anbaugebiet Hessische Bergstraße repräsentiert.
Der erste Eindruck von ihr war stark: Barbara I. wird's schon richten. Im Sportlerjargon formuliert, symbolisierte sich die Wachablösung in der etwas abgewandelten Form eines Trikottauschs: Annika I., die scheidende Weinkönigin, legte Krone und Zepter beiseite und streifte sich ein T-Shirt mit dem Aufdruck ,,Ich habe fertig" über. Trainerfuchs Trappatoni ließ grüßen. Wie überhaupt König Fußball und Bacchus den Schulterschluss probten. Optisch Entsprechung fand dies in einer Heerschar von Weinmarktbesuchern, für die das Jersey der Nationalmannschaft die aktuelle Modeliste anführt, und auf ungezählten schwarz-rot-gold eingefärbten Wangen. Der Genuss des Bergsträßers konnte das von den bundesdeutschen Kickern ausgelöste Wir-Gefühl nur noch steigern. In Heppenheims historischen Stadtkern hieß es ,,Hoch die Tassen". Das Krönungszeremoniell lief nach bewährtem Muster ab: Marsch der Hoheiten und Honoratioren vom Großen Markt in den Amtshof, Begrüßung von Bürgermeister Gerhard Herbert (SPD), Verabschiedung der alten, Begrüßung der neuen Regentin. Der Musikzug Starkenburg intonierte dazu einen Titel, wie er nicht besser hätte passen können: ,,New Start."
Bevor Barbara Hoock (Bensheim) übernahm, wurden freilich erst einmal die Verdienste ihrer Vorgängerin gewürdigt. Weinmarkt-Vorsitzender Otto Guthier verband seinen Dank für ,,hervorragenden Einsatz" mit einem Ausblick aufs erste Oktober-Wochenende, an dem Annika Büchler als unwiderruflich letzte Amtshandlung die Farben der Hessischen Bergstraße bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin vertreten wird: ,,Jeder hier drückt Ihnen für Neustadt die Daumen." Das Publikum im Amtshof hatte verstanden und verpackte seine Hoffnungen in eine gehörige Portion Applaus. Annika Büchler sagte Servus mit einem Klassiker: ,,Wer nicht liebt, Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr ein Leben lang." Was so ganz sicher auch die 58. Thronfolgerin unterschreiben würde. Die Dame an ihrer Seite übrigens war nicht, wie Barbara I. aufklärte, ihre Kammerzofe, sondern Mutter Gabi. Das Besondere: Mama Gabi - damals noch Guthier, jetzt Hoock - war bereits 1975 in Amt und Würden einer Bergsträßer Weinkönigin erhoben worden. Nun, 35 Jahre später, ist die ,,Kleine" dran. Ein Zufall ist dies freilich nicht: Opa Peter Guthier aus der Kleinen Feldstraße in Heppenheim bewirtschaftet heute noch einen Wingert im Eckweg. Dass sich seine Enkelin ebenfalls dem Weinbau verschrieben hat, wird den alten Herrn freuen. Barbara Hoock absolvierte im Weingut der Stadt Bensheim zunächst ein Praktikum und studiert gegenwärtig an der Fachhochschule Geisenheim Weinbau. Praktische Erfahrungen sammelte sie bereits in einem eigenen Wingert auf dem Heppenheimer Schlossberg. Die neue Regentin zeigte sich auf der Höhe der Zeit, nahm in ihre Einführungsrede das 4:0 von Jogis Buben auf: ,,Nachdem wir die Argentinier geschlagen haben, beginnt nun mein persönliches Sommermärchen." Wie sich's geziemt, grüßte Barbara I. mit einem in Reimform gegossenen Gedicht. Kernaussage: ,,Ich will durch Wein euch Freude geben; stimmt ihr im Wunsche mit mir ein: der Herrgott segne unser Reben, die Bergstraß' und denen goldnen Wein." Zu den ersten Gratulanten im Amtshof zählten neben Otto Guthier und dem Heppenheimer Bürgermeister Herbert auch Landrat Matthias Wilkes (CDU) sowie der stellvertretende Vorsitzende des Weinmarktvereins, Gerhard Kasper. In die lange Liste der Gratulanten reihten sich außerdem die Weinhoheiten aus Groß-Umstadt, Schriesheim, Hemsbach und Lützelsachsen ein.
Quelle: http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/kreis/Barbara-Hoock-zur-neuen-Weinkoenigin-gekroent;art1145,988798
Roter Faden Fußball: Der Geschäftsführer der Winzer eG, Otto Guthier, die noch amtierende Gebietsweinkönigin Annika Büchler und „Assistentin“ Christina Koob, die Weinkönigin 2006, am Freitagnachmittag bei der öffentlichen Weinprobe im Festzelt. Foto: Lutz Igiel
Wenn Jogis Buben heute genauso beherzt zur Sache gehen wie gestern Abend die Bergsträßer Weinkönigin Annicka Büchler und Christina Koob, deren Vorgängerin der Jahre 2006/07, dann wird sich das Viertelfinale gegen Argentinien zu einem kurzweiligen Vergnügen gestalten. Beide Hoheiten lieferten bei der öffentlichen Weinprobe, zu der die Bergsträßer Winzer eG (BWG) ins Festzelt eingeladen hatte, eine Moderation ab, wie sie nicht schwungvoller hätte sein können.
Das Thema Fußball zog sich dabei wie ein roter Faden durch die Veranstaltung, in der sinnigerweise genauso viele Proben aufgetragen wurden wie eine Mannschaft an Kickern zählt. Beim Genuss der elf Gläschen kam durchaus Freude auf. An der Seite des Tandems Büchler/Koob agierte Geschäftsführer Otto Guthier, quasi eine Art Schiedsrichter. Dass er die rote Karte nicht zu zücken brauchte, hatte natürlich zu tun mit der Qualität der Weine, die wie schon im Vorjahr von den ,,Teufelswinzern", eine Art Nachwuchsabteilung der BWG, kredenzt wurden. Zur guten Stimmung trug darüber hinaus Heppenheims Stadtkapelle bei, die der Affenhitze mit einem erfrischenden Repertoire trotzte und munter drauflos spielte - zwei geschlagene Stunden lang. Im Gegensatz dazu hofft Fußballdeutschland, dass heute Nachmittag die reguläre Spielzeit von neunzig Minuten genügen wird, um den Einzug ins Semifinale eintüten zu können.
Das Match wird übrigens ab 15.30 Uhr im Winzerzelt auf einer Großleinwand übertragen. Der Uhrzeiger war gestern auf 17 Uhr vorgerückt, als mit der Begrüßung von Otto Guthier die im Zeichen der WM stehende (Wein-)Partie angepfiffen wurde. Einstimmen aufs feucht-fröhliche Ereignis ließ sich das Publikum mit einem aromareichen ,,Pfirsecco", der ebenso spritzig daher kam wie Deutschlands neuer Torjäger Thomas Müller. Wie überhaupt Vergleiche zwischen Weinen und Balltretern das Konzeptgerüst für die Präsentation bildeten. Dass dabei der Klassiker Dornfelder mit dem (verletzten) Altstadtstar Ballack gleichgesetzt wurde, passte ebenso ins Bild wie die Parallele zwischen einem Weißherbst vom Laudenbacher Sonnberg und Poldi. Von wegen ,,Haut den Lukas" - Lukas haut lieber selbst drauf. Annicka Büchler und Christina Koob warfen sich gekonnt die Bälle zu, rückten die feinherbe Riesling-Spätlese vom Eckweg in die Nähe von Miro Klose, siedelten den zu fast allen Gelegenheiten passenden Weißen Burgunder beim Allrounder Schweinsteiger an, adelten schließlich Jogi Löw mit einem Spitzenwein aus der ,,Terra Starkenburg"-Serie: ausgewogen, reif, ein Tropfen von großer Klasse.
Angereichert wurde das Ganze mit interessanten Hintergrundinformationen zum Anbaugebiet, zur Sortenvielfalt, zur Arbeit im Wingert sowie auch zum Bergsträßer Weinmarkt, der mit der gestrigen Probe einmal mehr einen seiner Höhepunkte erlebte. Die Gäste waren dankbar und zufrieden und spendeten besonders herzlichen Applaus, als ihnen zum krönenden Abschluss eine edelsüße Riesling-Auslese, Lage Heppenheimer Steinkopf, eingeschenkt wurde. Die Trauben für die Rarität waren im Herbst 1990 gelesen worden, mithin in dem Jahr, in dem sich Deutschland letztmals den Titel eines Fußballweltmeisters holen konnte. Wenn das kein gutes Omen ist.
Quelle: http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/heppenheim/Weinprobe-im-Zeichen-des-Fussballs;art1245,986873
Weinmarkt: Am Samstag (3.) tritt die Regentin ab - Begegnungen mit Angela Merkel und Franz Beckenbauer
Wenn die Bergsträßer Weinkönigin Annika Büchler die letzten zehn Monate gedanklich Revue passieren lässt, dann fallen ihr überwiegend positive Dinge ein. In der Zeit seit ihrer Wahl beim Bensheimer Winzerfest 2009 habe sie sehr viele schöne Erfahrungen machen dürfen und manchmal auch teilhaben können an aufregenden Begegnungen. Der Besuch des Altennachmittags war Annika Büchlers vorletzter öffentlicher Auftritt als Bergsträßer Regentin. Am heutigen Freitag (2.) wird sie ab 17.30 Uhr zusammen mit Christina Koob, ihrer Vorgängerin aus den Jahren 2006/07, noch die öffentliche Weinprobe der Bergsträßer Winzer eG moderieren, bevor dann am Samstag (3.) bei der für 20 Uhr anberaumten Inthronisation im Kurmainzer Amtshof Barbara Hoock (Bensheim) an ihre Stelle tritt.
Wie sie in der Stunde des Abschieds reagieren wird, vermag die scheidende Weinkönigin noch nicht abzuschätzen.
Dem weinenden Auge steht indessen meistens ein lachendes entgegen. Das wird bei Annika Büchler umso mehr der Fall sein, als auf sie eine neue Herausforderung wartet. Kaum, dass der Weinmarkt 2010 richtig ausgeklungen ist, wird sie am kommendem Montag bei der Winzer eG ihren Dienst als Weinfachverkäuferin antreten.
Das Angebot der BWG war auch deshalb so verlockend, weil sich in dieser Aufgabe theoretisches mit dem in praktischer Arbeit erworbenen Wissen bestens verbinden lässt. Annika Büchler wurde groß in einer Winzerfamilie, bewirtschaftet auf dem Groß-Umstädter Herrenberg sogar einen eigenen Wingert, auf dem sie mit dem ,,Kerner" eine sehr arbeitsintensive Rebsorte anbaut.
Den Weg, den der Wein zunächst von der Traube in die Tonne und von der Tonne in das Fass nehmen muss, und die damit verbundene Fleiß- und Schweißarbeit kennt sie aus dem Effeff.,,Ich freue mich auf meine Tätigkeit in Heppenheim", sagte sie im ECHO-Gespräch.
Der Wohnortwechsel von Groß-Umstadt an die Bergstraße steht unmittelbar bevor.
Die tägliche Anfahrt würde auf Dauer doch zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Otto Guthier, Geschäftsführer der Winzer eG und gleichfalls Vorsitzender und des Weinmarktvereins, gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er sich an die Amtszeit seiner neuen Kollegin erinnert. ,,Sie war eine hervorragende Repräsentantin", lobte er Einsatzbereitschaft und Sachverstand sowie nicht zuletzt Annika Büchlers Fähigkeit, auf Menschen zugehen zu können.
Das letzte Mal für die Hessische Bergstraße aktiv in Erscheinung treten wird sie im Oktober, wenn in Neustadt unter den Bewerberinnen aus allen 13 Anbaugebieten die Deutsche Weinkönigin 2010/11 gewählt wird. Wer weiß: Vielleicht macht es Annika Büchler ihrer Groß-Umstädter Tante Christel Emmerich-Schöpp nach, die es 1978 immerhin zur Deutschen Weinprinzessin gebracht hatte.Annika Büchler bringt für ,,höhere Weihen" gute Voraussetzungen mit. Nach ihrem Realschulabschluss absolvierte sie in einem Fünfsterne-Haus eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. Parallel zu ihrer nun beginnenden Arbeit in Heppenheim nimmt sie ab 2011 an der Fachhochschule für Weinbau und Önologie Geisenheim ein Fernstudium in Angriff. Läuft alles nach Plan, dann wird sie sich danach mit dem Titel einer ,,Weinakademikerin" schmücken dürfen und mit einer Zusatzprüfung ihren ,,Master of Wein" bauen: ,,Auf dieses Ziel arbeite ich hin.
"Die Zeit als Bergsträßer Weinkönigin möchte Annika Büchler auf keinen Fall missen. Wie sehr sie in der Aufgabe aufging, beweist die Wahrnehmung von 115 Repräsentationspflichten in nur zehn Monaten. Die Grüne Woche in Berlin, die Messe Intervitis in Stuttgart sowie der Ball des Weins in Wiesbaden bildeten dabei besondere Höhepunkte.
Die Reihe prominenter Persönlichkeiten, mit denen sie in Ausübung ihres Amts ins Gespräch kam, reichte von Fußballikone Franz Beckenbauer bis hin zu Bundeskanzlerin Angela Merkel. Eine Rangfolge, in der sie die Bedeutung von Terminen bewertet, lehnt die Winzertochter aus Groß-Umstadt und künftige Heppenheimerin indessen ab. ,,Ich bin genauso gerne auf kleinere Veranstaltungen gegangen", sagt sie und fügt hinzu: ,,Da, wo Menschen bei einem guten Glas zusammensitzen, ist es immer schön."
Quelle: http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/heppenheim/Annika-Buechler-nimmt-Abschied;art1245,983592
Weinmarkt: Das größte Heppenheimer Volksfest ist eröffnet - Deutsche Weinkönigin Sonja Christ dabei..

Eröffnungs-Weinprobe in Heppenheim mit Gebietsweinkönigin Annika Büchler (links) und der Deutschen Weinkönigin Sonja Christ. Foto: Lutz Igiel
Allen nachbarschaftlichen Frotzeleien zum Trotz sei die Frage erlaubt, was eigentlich aus Heppenheims größtem Volksfest werden würde, wenn es nicht unter dem sicheren Geleit der Bensheimer Bürgerwehr eröffnet werden könnte? An der seit Jahrzehnten bewährten Zeremonie wurde auch am Freitag Abend festgehalten: Aufstellung auf dem Marktplatz, Einzug in den Amtshof, Grußworte der Weinhoheiten, Anzapfen des ersten Bürgerschoppens, deftige Klänge des Musikzugs Starkenburg und zu guter Letzt ohrenbetäubende Salutschüsse der aus lupenreinen ,,Korschtlern" rekrutierten Bürgerwehr.Kaum, dass sich der Pulverdampf aus ihren historischen Vorderladern verzogen hatte, nahm das Fest seinen Lauf. Heppenheims Altstadt steht bis zum 4. Juli (Sonntag) im Zeichen des 58. Bergsträßer Weinmarktes.
Die nahezu vierzig Buchten- und Standbetreiber freuten sich: Je höher in den nächsten Tagen die Quecksilbersäule steigt, desto größer die Aussicht, dass durstigen Kehlen nach Weinen von der ,,strata montana" zumute ist. Von ihrer Qualität zeigte sich auch die von der Mosel angereiste Deutsche Weinkönigin Sonja Christ beeindruckt. Flankiert von ihrer Bergsträßer Kollegin Annika Büchler und weiteren gekrönten Häuptern, wünschte sie dem Volksfest ebenso einen guten Verlauf wie Bürgermeister Gerhard Herbert (SPD) und Otto Guthier, der Vorsitzende des Weinmarktvereins.Stille Beobachterin des Geschehens war Barbara Hoock. Das ,,Bensemer Mädche mit Hepprumer Worzle" wird indessen aus der Rolle des Zaungastes heraustreten, wenn ihm am zweiten Weinmarktsamstag (3.) Krone und Zepter als Insignien der neuen Regentin übergeben werden.
Verbunden damit ist der Abschied von Annika I., die nach einer für sie persönlich und für den Weinbau erfolgreichen Saison nur noch einmal - bei der Wahl der Deutschen Weinkönigin - die Hessische Bergstraße vertritt. Guthier würdigte Büchler als eine ,,hervorragende Repräsentantin". Der Eröffnung im ,,Dorf" war im Kurfürstensaal des Amtshofs ein Empfang vorausgegangen. Die Gäste konnten aus 24 Kreszenzen auswählen. Repräsentanten aller Parteien übten sich in seltener Eintracht, prosteten sich zu. Zur aufgeräumten Stimmung in Heppenheims ,,gut Stubb" trugen musikalisch Monika und Charlotte Freiberger (Trompete/Klavier) bei; beide übrigens Heppenheimer Winzertöchter.Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Preisverleihung der Bergsträßer Weinprämierung, die mit ihrer Geschichte von 62 Jahren älter ist als der Weinmarkt. 18 Betriebe brachten von Zwingenberg bis Ladenburg 303 Erzeugnisse der Jahrgänge 2007, 2008 und 2009 zur Anstellung. Beurteilt wurde nach Geruch, Geschmack, Harmonie. Erkenntnis der mit Vertretern aus fünf anderen Anbaugebieten zusammengesetzten Jury: Mit dem Bergsträßer geht es aufwärts - klein zwar, aber fein.Der Beifall im Kurfürstensaal galt den Preisträgern. Über den Ehrenpreis des Weinbauverbandes Hessische Bergstraße durfte sich die Odenwälder Winzergenossenschaft Groß-Umstadt freuen. Den Ehrenpreis des Kreises Bergstraße nahm die Winzer eG in Heppenheim, jenen des Kreises Darmstadt-Dieburg das Weingut Edling (Roßdorf) entgegen. Ehrenpreise gestiftet hatten außerdem die Städte. Heppenheim zeichnete damit die Freiberger OHG, Bensheim die Domaine Bergstraße, Zwingenberg das Weingut Simon-Bürkle und Groß-Umstadt das Weingut Brücke-Ohl aus.
Quelle: http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/heppenheim/Salut-fuer-zehn-Tage-Stimmung;art1245,972443

Stadtallendorf/Kreis Bergstraße. (TM). Wie es inzwischen zu einem schönen Brauch geworden ist, hat sich das „Nibelungenland“ auch in diesem Jahr am großen Festumzug zum Abschluss des Hessentags in Stadtallendorf beteiligt. Der Kreis Bergstraße wurde am vergangenen Sonntag von einigen seiner „Hoheiten“ würdig vertreten als da wären: die Bergsträßer Gebietsweinkönigin Annika I., Spargelkönigin Julia I. sowie die Apfelkönigin Melanie I. mit ihren beiden Prinzessinnen Nadja I. und Miriam I. Die „Majestäten“ waren heuer nicht wie in den Vorjahren mit der Kutsche, sondern ganz sportlich mit dem Drahtesel unterwegs – mit der Zugnummer 39. Die Fahrräder waren von der Firma „Odenwaldbike“ aus Lorsch zur Verfügung gestellt worden.
Charmant repräsentierten die jungen Frauen unter dem Slogan „Die Hoheiten des ,Nibelungenlandes’ mit E-Bikes in Hessen unterwegs“ den Kreis mit seinen vier Landschaftsteilen Bergstraße, Odenwald, Ried und Hessisches Neckartal beim Jubiläumsumzug durch die Straßen der Hessentagsstadt. Bei strahlendem Sonnenschein waren die „Hoheiten“ eine von über 150 Zugnummern; insgesamt beteiligten sich rund 3400 Teilnehmer am traditionellen Hessentagsumzug. An der Ehrentribüne angekommen, kam es zu einer Begegnung mit dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. Das Quintett überreichte dem Landesvater regionaltypische Gastgeschenke aus dem „Nibelungenland“.
Der viel beachtete Bergstraßen-Auftritt beim Hessentag wurde auch in diesem gemeinsam von der Tourismusmarketing GmbH, Kreis Bergstraße, dem Hotel- und Gaststättenverband Kreis Bergstraße e.V. mit seinem Ortsverband Überwald, dem Weinbauverband Hessische Bergstraße und der Spargelstadt Lampertheim federführend organisiert. Der Transport der E-Bikes nach Stadtallendorf wurde von Björn Steinbock von „Odenwaldbike“ sichergestellt. Die Firma hat nicht nur einen Fahrradverleih, auch ganze Touren durch die Region können dort gebucht werden. Alljährlich wird der Hessentagsumzug live im HR-Fernsehen übertragen. 2014 wird mit Bensheim die größte Stadt des Kreises Bergstraße Ausrichter des Landesfestes sein.
Bildtext:
Charmante Botschafterinnen. Die „Hoheiten aus dem Nibelungenland“ beteiligten sich mit E-Bikes am traditionellen Festumzug anlässlich des 50. Hessentags in Stadtallendorf am vergangenen Sonntag. Auf unserem Bild ist auch Björn Steinbock zu sehen von der Firma „Odenwaldbike“ mit Sitz in Lorsch, der die Fahrräder nicht nur zur Verfügung gestellt, sondern auch in die Hessentagsstadt transportiert hat.
Quelle: http://www.lorsch.de/d/aktuelles/meldungen/2010_06_08_Hessentag_2010.php
Weinfest: Buntes Treiben vor malerischer Kulisse auf dem Zwingenberger Marktplatz - Königinnen schenken Wein aus
,,Petrus ist eindeutig dem Weinbau verbunden", stellt Carmen Bauer fest. Lächelnd blinzelt sie in die Sonne, die sich rechtzeitig zum Auftakt des 20. Weinfestes in Zwingenberg aus den Wolken hervorgeschält hat. Entsprechend waren viele glückliche Gesichter am Freitag zum auftakt des langen Pfingstwochenendes auf dem Zwingenberger Marktplatz zu sehen.Bauer ist Schriftführerin im Verkehrsverein. Zusammen mit Holger Habich (FDP), dem Vorsitzenden und Zwingenberger Bürgermeister, und zahlreichen Helfern hatte sie bis zuletzt an den Vorbereitungen für das Fest gefeilt. ,,Natürlich spielt das Wetter bei so einer Veranstaltung eine große Rolle", so Habich. Die Rechnung der Macher ist einfach: Viel Sonne - viele Gäste.Das Zwingenberger Weinfest ist eines der beliebtesten an der Bergstraße. Die Zahl der Besucher am vergangenen Wochenende hat das einmal mehr bestätigt. Traditionell genießt der Weinbau einen hohen Stellenwert in der Region. Gemeinsam mit den regionalen Vertreterinnen ihres Standes, hieß die Bergsträßer Weinkönigin Annika Büchler die Gäste auf dem Marktplatz willkommen. Zuvor hatte die ,,Zwingenberger Stadtwache" den traditionellen Salut zum Festauftakt abgefeuert. Die historisch gekleidete Gruppe wurde von der ,,Privilegierten Schützengesellschaft" gestellt. Einen musikalischen Gruß brachte der Männerchor vom ,,Gesangverein Sängerkranz" mit dem ,,Jägergruß" aus dem ,,Freischütz dar.Das Hauptaugenmerk lag jedoch auf den angereisten Weinköniginnen. Badische und hessische Bergstraße zeigten sich von ihrer schönsten Seite. Die jungen Botschafterinnen vertraten Hemsbach, Schriesheim, Lützelsachsen und Groß-Umstadt. Eine nach der anderen stellten sie am Rednerpult ihre Heimat und deren Vorzüge mit Blick auf den Weinbau vor.Erstmalig reihten sich auch die frisch gekürte hessische Spargelkönigin Ann-Kathrin Wendel und ihre Amtskollegin Julia I. aus Lampertheim ein. Habich fühlte sich bei so viel anmutiger Präsenz sichtlich wohl auf der Bühne. Wenig später musste er sie trotzdem verlassen.
Grund war der traditionelle Weinausschank. Anders als in den Vorjahren, in denen der Rebensaft aus einem Schlauch am Brunnen ,,abgezapft" worden war, wanderten die Krüge diesmal von Tisch zu Tisch. Ausgeschenkt wurde das kostenlose Schlückchen von den Weinköniginnen persönlich. Gespendet wurde der Stoff von den am Fest beteiligten Winzern. Und der floss in der Folge reichlich. ,,Ich habe allein sechs Flaschen ausgeschenkt", zog Habich lachend Bilanz.Viele Besucher nahmen am Wochenende einen langen Anfahrtsweg in Kauf. Sogar aus England waren Weinfreunde über den Kanal angereist. Die heimelige Atmosphäre auf dem Marktplatz mit dem pittoresken Brunnen ist sicher ein Schlüssel für den seit Jahren anhaltenden Zuspruch. Hinzu kommt die einmalige Lage am Fuß der weißen Bergkirche. Pünktlich zum Jubiläum gab es noch einen Grund zur Freude: Nach sechsjähriger Unterbrechung ertönte am Freitag zum ersten Mal wieder das Glockenspiel vom alten Rathausturm. Die hohen Kosten hatten die nötige Reparatur bislang verzögert. Einer lokalen Bürgeraktion unter Führung von Bernhard Haberle ist es zu verdanken, dass die Melodie nun bald wieder drei Mal am Tag erklingen kann.Viel Lokalkolorit bot auch wieder der Bauern- und Handwerkermarkt entlang der alten Stadtmauer in der historischen Scheuergasse. Händler verkauften dort am Sonntag und Montag ihre Waren. Hufschmiede und Drechsler präsentierten im Innenhof des Heimatmuseums ihr Handwerk. Organisiert wird das Programm seit zehn Jahren vom Geschichtsverein in Zwingenberg.Die Mitglieder hatten am Wochenende übrigens zweifachen Grund zum Feiern. Ihr Vorsitzender Wolf-Dietrich Riebel ist seit wenigen Tagen Träger des Bundesverdienstkreuzes. Auch darauf ließ es sich bei dem Bilderbuchwetter im Freien trefflich anstoßen.Dafür empfahl sich der Frühschoppen, der am Pfingstmontag musikalisch umrahmt wurde. Die ,,Original Blütenweg Jazzer" sorgten für Stimmung. Auch in den Abendstunden standen an allen vier Festtagen wechselnde Live-Bands auf der Bühne und heizten dem Publikum ein. Wem am Wochenende an kulinarischer Abwechslung gelegen war, der lenkte seine Schritte in den Garten des Heimatmuseums. Hier stand unter dem Dach der schönen Maisonne die traditionelle hessische ,,Worschtküche" auf der Speisekarte. Kinder hatten Spaß unter anderem auf dem Karussell und beim Toben im Stadtpark. Und so waren auch zum Finale am Montag viele glückliche Mienen zu sehen.
Quelle: http://www.echo-online.de/suedhessen/bergstrasse/zwingenberg/Das-Wetter-ist-den-Winzern-hold;art1251,903594
Weinfest: Jubiläums-Ausgabe punktet mit neuen Ideen
Von unserem Mitarbeiter Thomas Tritsch
Zwingenberg. "Endlich!" kommentiert der junge Mann die Abschaffung der Zwingenberger Brunnenbewirtung. Er habe darauf schon lange gewartet und die Hoffnung beinahe verloren. Wie konnte man den erfrischenden Mittelpunkt des Marktplatzes über Jahre als Weinschänke missbrauchen? Gemeinsam mit seinen Kollegen habe er immer wieder auf diese regelmäßige Rücksichtslosigkeit hingewiesen, ohne dass seine Kritik in offene Ohren getroffen hätte.
Sie hatten richtig Spaß, der fünfjährige Jan und seine Kumpels, die es sich am Freitag rund um den randvoll gefüllten Marktplatzbrunnen gemütlich gemacht haben. Für die Kinder war der renovierte Auftakt des Zwingenberger Weinfests auf jeden Fall eine gute Entscheidung. Und für die Großen? Für die auch! Erstens, weil abgestaubte Traditionen etwas Nettes sind und zweitens, weil eine Prise Abwechslung niemals schaden kann. Erst recht nicht im 20. Jubiläumsjahr.
Also wurde zum feierlichen Startschuss die einst traditionelle Weinprobe wieder ausgegraben. Und zwar nicht "von oben herab", sondern mitten im Volk. Auf diese Weise mussten sich die Damen nicht in den üblichen, gleich klingenden Grußworten verlieren. Gewisse Zeiten sind nun mal vorbei. Jede Hoheit stellte kurz einen Wein vor, der anschließend auf dem Marktplatz kostenlos ausgeschenkt wurde.
Angeführt von der Bergsträßer Gebietsweinkönigin Annika Büchler aus Groß-Umstadt servierten die Damen ausgewählte Tropfen der anwesenden Weingüter "Rebenhof", Simon-Bürkle und Feligreno sowie von der Bergsträßer Winzer eG. Ebenfalls wieder dabei war der Weinbauverband mit Gewächsen auch aus Nicht-Zwingenberger Lagen. Das Sich-unters-Volk-Mischen der Hoheiten kam bestens an, denn im Gegensatz zur Brunnen-Variante konnte man bequem sitzen bleiben und auf eine vorbei schreitende Königin warten, was sich angesichts zunehmender Platzknappheit als sehr entgegenkommender Service heraus stellte. Die gekrönten Häupter kamen aus Lützelsachsen und Schriesheim, aus Hemsbach und Lampertheim, begleitet von den Weinprinzessinnen aus Groß-Umstadt.
"Zurück zu den Wurzeln", meinte Bürgermeister Holger Habich, der dem Fest als Vorsitzender des Verkehrsvereins gern eine Dosis frischen Wind verordnet hat. Die gute Idee zur neuen, alten Premiere hatte übrigens die ehemalige Deutsche Weinkönigin Petra Gärtner, die gemeinsam mit ihren Winzerkollegen den Marktplatz so clever umstellt hatte, dass jeder Fluchtversuch spätestens an einem Gläschen scheitern musste.
Das Zwingenberger Weinfest ist die dritte regionale Großveranstaltung zum Thema Wein. Kleiner und kürzer zwar als das Winzerfest in Bensheim und der Heppenheimer Weinmarkt, doch in punkto Organisation und Atmosphäre schon längst auf Augenhöhe mit den Nachbarn. Das liegt an der gemütlichen Stimmung vor idyllischer Kulisse und am Reiz charmanter Übersichtlichkeit, den das Fest auf seine Besucher ausstrahlt.
Im Rahmen des Bergsträßer Weinfrühlings wurde vier Tage lang quasi auf heißem Pflaster gefeiert: Zum dritten Mal in Folge hatten die Veranstalter Glück mit dem Wetter in diesem Jahr boxte der Sommer gerade noch rechtzeitig die fiese Maikälte weg. "Das war eng", schrie ein Eröffnungsgast zwischen drei Böllerschüssen der Privilegierten Schützengesellschaft, die das Fest am frühen Freitagabend eröffnet hat. Mit dem Spielmannszug der Feuerwehr marschierten Gastgeber und Ehrengäste ein, der Gesangverein "Sängerkranz" stimmte ein weinseliges Liedchen an und eine kleine Armee Weinköniginnen stürzet sich gut bewaffnet mitten ins Publikum.
Geschmackvolle Begegnungen im Herzen der Altstadt sorgten an allen vier Tagen für ein reges Besucheraufkommen. "Hier lässt sich´s aushalten", so ein Darmstädter Nachbar, der das "markante Profil" der Zwingenberger Weine lobt. Es mache einfach Spaß, hier Bekannte zu treffen und sich durch die heimischen Weine zu probieren.
Als handfeste Begleiter waren unter vielem anderen gegrillte Steaks, Flammkuchen oder kalte Köstlichkeiten am Start. Es gab also keinen guten Grund, die Szenerie zu verlassen. Einen vielleicht doch: Der angeschlossene Bauern- und Handwerkermarkt in der Scheuergasse und im nördlichen Stadtpark war auf jeden Fall eine Entdeckungsreise wert.
Bergsträßer Anzeiger
25. Mai 2010
Verkehrsverein: Veranstalter des Zwingenberger Weinfestes mit Bauern- und Handwerkermarkt stellen Programm vor
Das 20. Zwingenberger Weinfest samt traditionellem Bauern- und Handwerkermarkt wird in der historischen Altstadt an Pfingsten gefeiert: Vier Tage - vom 21. Mai (Freitag ) mit Eröffnung der Weinstände um 18 Uhr - bis 24. Mai (Pfingstmontag), ,,steht die älteste Stadt an der Bergstraße Kopf", wie der Verkehrsverein Zwingenberg als Veranstalter bei einem Pressegespräch mitteilte. Am Freitag Abend, wird ab 19 Uhr der erste Wein für die Besucher kostenlos von den Bergsträßer Weinköniginnen kredenzt, so die aktuelle Bergsträßer Weinkönigin Annika Büchler.
Die Eröffnung des Weinfestes auf dem Marktplatz gestalten der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, der Gesangsverein Sängerkranz und die Privilegierte Schützengesellschaft. Ab 20.30 Uhr heizen der ,,Schräge Rudi & Friends" ein. Am 22. Mai (Samstag) öffnen die Weinstände um 16 Uhr. Um 17 Uhr erklingt eine Orgelvesper in der evangelischen Bergkirche mit Musik von Johann Sebastian Bach. Um 19 Uhr darf gefeiert werden beim Auftritt der ,,Gallier".Am 23. Mai (Sonntag) öffnen die Weinstände um 11 Uhr. Um 12 Uhr gibt es noch einmal Musik vom ,,Schrägen Rudi" und um 15 Uhr tritt das Karnevalsvereins-Ballett auf.
Ab 19 Uhr sorgt das ,,Huub Dutch Duo" jazzig mit Swing, Blues, Boogie, Latin, Soul und Chansons für Stimmung. Am Pfingstmontag öffnen die Weinstände wieder um 11 Uhr. Zum Frühschoppen spielen ab 12 Uhr wieder die ,,Original Blütenweg-Jazzer", die eine Mischung aus Swing, Blues und Dixiland spielen. Abends tritt gegen 17 Uhr die Feuerwehrkapelle auf.Spiel und Spaß für Kinder organisieren diesmal die Zwingenberger Vereine selbst, sagte Bürgermeister Holger Habich (FDP).
Am Sonntag und Montag steht jeweils zwischen 12 und 18 Uhr ausreichend Personal zur Verfügung, um die Jüngsten bei Laune zu halten. Außerdem gibt es wieder die beliebte Kaffee- und Kuchentafel. Sie wird serviert vom Zwingenberger Mittagstisch. Parallel zum Weinfest wird am Sonntag und Montag jeweils von 11 bis 20 Uhr der beliebte Bauern- und Handwerkermarkt in der historischen Scheuergasse und im nördlichen Stadtgarten veranstaltet.
Bergsträßer Weinfrühling: Trotz kühler Witterung gute Resonanz auf das Freiberger-Hoffest
Heppenheim. Den Beweis dafür, dass er die Bergstraße überproportional mit Wärme versorgt, ist Petrus am gestrigen Sonntag zwar erneut schuldig geblieben; dennoch zeigte sich der Wettermacher beim Hoffest der Heinrich Freiberger OHG besser gelaunt als in den verflossenen Tagen und ließ dank vieler sonniger Abschnitte das Thermometer auf 18 Grad ansteigen.
"Wir haben gebetet", meinte eine sichtlich zufrieden dreinblickende Elisabeth Freiberger, besonders dankbar dafür, dass der befürchtete Regen ausblieb. Folglich trotzten zahlreiche Gäste den für die Jahreszeit immer noch zu kühlen Temperaturen, rückten enger zusammen und ließen sich von den Klängen der Big Band Next Generation einheizen.
Die Truppe zog alle Register und glänzte beim Frühschoppen mal piano, mal einige Takte draufpackend mit einem Sound, der dem Frühling wenigstens musikalisch Beine machte. Dirigent Thomas Markowic ließ vor allem Notenblätter auflegen, die dem Alter seiner Bandmitglieder entsprachen: Nummern im Swingstil und Titel, die zu den Perlen moderner Musikliteratur
zählen, so der "Big Daddy Blues".
Dass auch beim siebten Hoffest zwischen Lehr- und Heinrichstraße ein ständiges Kommen und Gehen herrschte, Plätze mitunter sogar Mangelware waren, hat natürlich mit dem Veranstalter zu tun. Das Heppenheimer Weingut ist ein durch und durch bodenständisches Unternehmen mit einem hohen Anteil an Stammkunden. Man weiß, dass Freiberger Weine ausbaut, die zu den Spitzenprodukten Bergsträßer Winzerkunst zählen.
So nahm es denn auch kein Wunder, dass zwischen Weck, Worscht, Woi und einem Schlag Hepprumer Bohnesupp immer wieder angestoßen wurde.
Fürs Hoffest 2010 hatten die Freibergers zwanzig Tropfen herausgesucht, die einen repräsentativen Querschnitt aus ihrem Gesamtangebot darstellten - reichend vom hauseigenen Sekt und Secco, überleitend zum König Riesling bis hin zur großen Burgunderfamilie und zum Chardonnay, für dessen Einführung an der strata montana das renommierte Heppenheimer Weingut einst sogar die Vorreiterrolle übernommen hatte. Besonders anspruchsvolle Genießer gönnten sich, quasi zum Abschluss, eine im späten Herbst 2008 gelesene Ruländer-Trockenbeerenauslese aus der Lage Stemmler. Der cognacfarben im Glas stehende Prachtkerl brachte seinerzeit 182 Grad Oechsle auf die Mostwaage - ein Fest für Zunge und Gaumen.
Angetan von der Güte zeigte sich auch Weinkönigin Annika Büchler (Groß-Umstadt). "Ist für mich eine Ehre", kommentierte sie ihr Erscheinen. Unter die Gäste gemischt hatte sich ferner Otto Guthier, der Vorsitzende des Weinbauverbandes Hessische Bergstraße. Ins Programm des Hoffestes eingebettet war die Möglichkeit, sich an einem Gewinnspiel zu beteiligen. Wer die richtigen Antworten fand, darf sich freuen auf Preise in flüssiger Form.
Gefragt wurde auch nach der Firmengeschichte. Gegründet wurde das Weingut 1926. Geführt wird es inzwischen in der dritten Generation von Heinz und Rolf Freiberger. Der Familienbetrieb passte sich wandelnden Herausforderungen stets an und konnte nach Geländezukäufen in den siebziger und achtziger Jahren seine Kapazität entscheidend steigern.
Die Freiberger OHG bewirtschaftet aktuell gut 16 Hektar Wingerte. Unter den 13 Rebsorten ragt der Riesling mit einem Anteil von über fünfzig Prozent heraus, gefolgt vom Weißen und Grauen Burgunder sowie vom roten Spätburgunder (zusammen 33 Prozent).
In besonders ertragsreichen Jahren werden Trauben für bis zu 150 000 Liter Wein gelesen. In der Spitze, so im Herbst, beschäftigt das Weingut 25 Mitarbeiter.
Das Ergebnis gemeinsamer Bemühungen sind zahlreiche Preise bei Landes- und Bundesprämiierungen, aber auch auf internationalem Parkett. Herausragend dabei der Sprung aufs Siegerpodest bei dem von 16 Weinbauländern beschickten Wettbewerb Best of Riesling (2006) sowie beim Riesling Grand Prix in Trier, wo dem Heppenheimer Familienbetrieb unter 350 konkurrierenden Weinen die Aufnahme in die Top Ten gelang (2008).
Die Aussichten auf weitere Erfolge stehen nicht schlecht, zumal der
Jahrgang 2009 von einer so hohen Qualität ist, dass er den Ehrgeiz der
Freibergers geradezu herausfordern dürfte. Die Besucher des siebten Hoffestes werden es gerne bestätigen. fk
Bergsträßer Anzeiger
17. Mai 2010
Weinfrühling: Astrologische Weinkunde mit Winzer Martin Tschan
Von unserem Mitarbeiter Thomas Tritsch
Bensheim. Jetzt wissen wir endlich Bescheid: Der Stier ist ein erzkonservatives Gewohnheitstier mit pedantisch geordnetem Weinkeller. Skorpione reifen spät und brauchen eine Extraportion Zuwendung. Zwillinge lieben die Abwechslung und sind am besten jung genießbar. Und wer einen Löwen zu Hause besucht, der darf auf Jahrhundertweine bei Kerzenlicht hoffen.
Die astrologischen Wahlverwandtschaften zwischen Mensch und Wein, oder zwischen Sternzeichen und Rebsorte, sind ein bislang kaum erforschter Zusammenhang. Dabei hat schon der berühmte Psychoanalytiker C.G. Jung darauf verwiesen, dass der Mensch wie der Wein zu einem stattlichen Maß von seinem Geburtsjahrgang geprägt wird.
Die Qualität des Moments bestimmt den jeweiligen Typ: Mild und zurückhaltend, säuerlich und unbequem, gehaltvoll und tiefgründig. Vor gespanntem Publikum hat Winzer Martin Tschan vom und im Weingut Mohr den astralen Mythos um ein geschmackvolles Detail erweitert. In geselliger Runde erfuhren die Gäste aus berufenem Munde, was sie warum am liebsten im Glas haben. Zwölf Tierkreiszeichen wurden ebenso vielen Rebsorten zugeordnet. Und wer die wunderbar komponierte Probe im Rahmen des Weinfrühlings von vorne bis hinten hinunter geschluckt hat, der konnte die Freude am Wein immerhin als Teilnahme an einem pseudowissenschaftlichen Praxistest rechtfertigen.
Frühreifes Früchtchen oder launiger Spätzünder? Martin Tschan hatte für jeden das passende Reben-Horoskop dabei. Auch für Annika Büchler. Die Bergsträßer Weinkönigin aus Groß-Umstadt ist Steinbock und steht als solcher der Rebsorte Rivaner nah. Dabei trinkt Hoheit am liebsten Kerner, dessen vielseitige Natur wiederum dem Stier gefährlich nahe vor die Hörner kommt. Immerhin wird die Königin laut Sternenkonstellation als verlässliche, beharrliche und Impuls gebende Persönlichkeit eingestuft, was ihrem Amt ja nicht gerade schaden kann. Denn bis die eloquente Hoheit im Juli die Krone weitergibt, hat sie noch eine Menge Termine zu erledigen.
Der Wahl zur Deutschen Weinkönigin im Oktober im pfälzischen Neustadt sieht sie bereits mit Spannung entgegen: "Ich werde bestimmt ziemlich aufgeregt sein." Im Mohr'schen Keller war sie so cool wie der trockene Weißburgunder, der wie alle Weine bis auf zwei Ausnahmen aus dem gastgebenden Weingut stammte. Die Rebsorte soll dem Widder besonders gut schmecken, da sie wie er ein anspruchsvolles, eigenwilliges und mit vielen Talenten gesegnetes Träubchen ist.
Beim gehaltvollen Grauburgunder der Lage Bensheimer Paulus dürften nicht nur Jungfrauen sein starkes Temperament herausgeschmeckt haben. Heimatverbunden und zurückhaltend gibt sich der Krebs, der gerne anständige Schoppenweine wie einen süffigen Portugieser genießt. Waagen streben nach Harmonie, sind exzellente Gastgeber und so anmutig wie der Spätburgunder Rosé.
In jeder Hinsicht nah am Wasser gebaut ist der Fisch, der auf Silvaner steht und seinen weinerlich bedingten Flüssigkeitsverlust gerne mit Wein ausgleicht - "ein echtes Sensibelchen", wie Martin Tschan betont.
Von den roten über die trockenen Weißweine ging die Reise - quasi zwischen Himmel und Erde - zu den lieblichen Tropfen. Wunderschön der feinaromatische Morio Muskat mit 27 Gramm Restsüße aus dem Gundersheimer Weingut Wolfram Hahn, das mit den Mohrs freundschaftlich verbunden ist: Christa Guth hatte in dem Wonnegauer Familienbetrieb einst ihre Ausbildung absolviert.
Die finale Beerenauslese war ein Riesling, der originell und facettenreich dem Naturell des Wassermanns entspricht, wie Martin Tschan erläutert. Ein rundum heiteres Wein-Horoskop, kurzweilig eingeschenkt und mit einem Augenzwinkern serviert.
Qouelle: Bergsträßer Anzeiger
10. Mai 2010
Hessische Bergstraße: Annika Büchler würde gerne noch weitermachen - Zu Gast bei Hans-Ulrich und Waltraud Kleist

Dem Heppenheimer Weinmarkt, der vom 25. Juni bis 4. Juli zum 58. Mal in der Altstadt gefeiert wird, blickt Annika Büchler mit eher gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits froh darüber, dass sich dann wieder Tausende von Zecher ein Stelldichein geben, beschleicht die 22 Jahre alte Hotelfachfrau ein Hauch von Wehmut, dass mit dem Beginn des beliebten Volksfestes ihre Tage als Bergsträßer Weinkönigin ausklingen werden. ,,Käme es allein auf mich an, dann würde ich noch ein Jährchen dranhängen", macht die Winzertochter aus der Odenwälder Weininsel Groß-Umstadt deutlich, dass sie die zur Neige gehende Zeit als Repräsentantin des kleinsten deutschen Anbaugebietes genossen hat. ,,Die Aufgabe macht mir unheimlich viel Spaß", beteuerte Annika Büchler am Rande eines Repräsentationstermins, zu dem am Donnerstagabend das Ehepaar Hans-Ulrich und Waltraud Kleist in seine Penthousewohnung an der Neckarsteinacher Straße in Heppenheim eingeladen hatte.
Vom zwölften Stock des Hauses aus bot sich ,,Ihrer Lieblichkeit" ein sagenhafter Blick auf die von blühenden Bäumen und Rebenzeilen geprägte Bergstraßenkette: ,,Einfach phantastisch." Vom Panoramabild nicht weniger beeindruckt zeigte sich der Vorsitzende des Weinbauverbandes Hessische Bergstraße, Otto Guthier. Dass er und die Weinkönigin der privaten Einladung Folge leisteten, war in gewisser Weise auch dem Verkehrs- und Heimatverein (VHH) zu verdanken. Hans-Ulrich Kleist gehört ihm schon seit langem an, nimmt engagiert an Diskussionen teil, fördert seine Vorhaben. Seit nunmehr schon 31 Jahren wohnt der ehemalige Geschäftsführer von Detia (Laudenbach) in der Kreisstadt, die ihm mehr und mehr ans Herz gewachsen ist. Ehefrau Waltraud Kleist bekräftigt: ,,Die Entscheidung, in Heppenheim zu bleiben, haben wir keine einzige Minute bereut."
Begrüßt wurde der illustre Kreis vom Vorsitzenden Helmut Engelhard, der dabei die enge Verbindung des VHH mit dem Weinbau als eines der wichtigsten touristischen Aushängeschilder hervorhob. Entsprechung finde dies auf vielfältige Weise. Engelhard erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die entlang des Erlebnispfades ,,Wein und Stein" aufgestellten Ruhebänke über einen von seinem Verein initiierten Spendenpool finanziert wurden. Der VHH ist außerdem Mitglied im Verein Bergsträßer Weinmarkt, in dem Geschäftsführer Gerhard Kasper als Zweiter Vorsitzender mitwirkt..Natürlich wurde in der Kleistsche Penthousewohnung auch mit einem Glas Bergsträßer angestoßen, gemäß des Shakespeare-Wortes, das Annika Büchler bei vielen Anlässen immer wieder zitiert: ,,Wein ist ein gesellig Ding."
Bis zu ihrem Abschied beim Weinmarkt hat die Regentin noch ein gewaltiges Pensum zu bewältigen, das sich übers Jahr verteilt in der Summe dann auf insgesamt 110 Verpflichtungen addieren wird. Am heutigen Samstagnachmittag wird die Groß-Umstädterin in Bensheim den ,,Weintreff" eröffnen.
Am Abend des gleichen Tages vertritt sie die Bergstraße beim ,,Ball des Weins", zu dem der Verband der Prädikatsweingüter (VdP) nach Wiesbaden eingeladen hat. Als einen der Höhepunkte ihrer Amtszeit bezeichnet Büchler die Teilnahme an der Grünen Woche in Berlin. Gleichwohl lehnt es die Weinkönigin ab, die von ihr wahrgenommenen Termine nach einer Rangfolge zu bewerten: ,,Mir war und mir ist jeder Anlass recht, bei dem ich für unseren Bergsträßer Wein werben kann."
Quelle: Echo-online
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17. Odenwälder Lammwochen 2010 |
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Bei den Odenwälder Lammwochen Festlicher Abend in Rimbach: Gastronomische Aktion mit Majestäten und Musik gestartet – Schäfer und kreative Köche im Einklang |
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Mit einem Stelldichein regionaler und überregionaler Prominenz sind am 08. April 2010 im Odenwald-Gasthaus „Zum Kreiswald“ in Rimbach die 17. Odenwälder Lammwochen eröffnet worden. Die Köche ließen sich dabei gern auf die Finger schauen wie hier von einigen königlichen Hoheiten und (in der Bildmitte von links) dem Ersten Beigeordneten des Odenwaldkreises Detlev Blitz, dem Bergsträßer Landrat Matthias Wilkes und dem Regierungspräsidenten Johannes Baron.
Mit einem Primasecco von der Bergsträßer Winzer eG mit Kreis-wälder Quittenlikör, begleitet von milder Abendtemperatur auf der Terrasse des Odenwald-Gasthauses „Zum Kreiswald“ in Rimbach, startete am 08. April 2010 die offizielle Eröffnung der 17. Odenwälder Lammwochen. Mit vielen königlichen Hoheiten – landesweit als Repräsentantinnen für die Vermarktung so unterschiedlicher Produkte wie Kartoffeln, Äpfel, Milch und Wein unterwegs – kamen rund 60 Leistungsträger des regionalen und überregionalen öffentlichen Lebens zusammen, um „den Odenwald zu genießen“, wie es der Standort-Bürgermeister Hans-Jürgen Pfeifer auf den Punkt brachte. Da hatte er schon die Worte des Regierungspräsidenten Johannes Baron gehört, der mit lockerem Lächeln bekundete, gern in den Odenwald zu kommen, wo er sich mitunter „wie im Schlaraffenland“ fühle.
Barons dickes Lob galt der gastronomischen Gemeinsamkeit, die das Fundament des Erfolges für Aktionen wie die Lammwochen oder (alljährlich im Herbst) die Kartoffelwochen bildet. „Sie nutzen den Odenwald als verbindenden Begriff“, sagte der RP, und sah dies als vorbildhaft für vergleichbare Regionen mit mehreren nah’ beeinander liegenden Landkreisen, die solche Wege (noch) nicht gehen. Für die Gastronomen selbst sprach der Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes Armin Treusch, der die Kreativität der Küchenmeister als das entscheidende Erfolgs-Element unterstrich. Zur Speisenfolge des vom „Guggugg“ aus Reinheim-Spachbrücken (Jürgen Poth) musikalisch im singenden Wechsel zwischen Dialekt und Hochdeutsch untermalten Gala-Abends merkte Treusch an, die Köche hätten sich vor allem von jenen Prominenten-Rezepten inspirieren lassen, die in der von der freien Journalistin Martina Emmerich gestalteten Informantionsbroschüre festgehalten sind.
Das Programm eröffnet hatte der Erste Beigeordnete des Odenwaldkreises Detlev Blitz in Vertretung des auf Dienstreise befindlichen Landrats Dietrich Kübler. Über den Willkommensgruß an den „hier in Rimbach zuständigen Landrat“ Matthias Wilkes vergaß er nicht, jenen Mann zu würdigen, ohne den es weder Kartoffel- noch Lammwochen gäbe – Horst Schnur, Landrat des Odenwaldkreises von 1991 bis 2009. Diese Aktionen hätten sich zu bleibenden Beispielen dafür entwickelt, wie aus anfangs fast mit Argwohn betrachteten Ideen nachhaltig wirkende Taten gedeihen. Sie kommen längst auch den Odenwälder Schäfern zugute, wie deren Vorsitzender Harald Brandel bestätigte.
Matthias Wilkes nutzte die Gruß-Gelegenheit zu einer umfassenden Werbung für den mittlerweile auf nicht weniger als 125 Kilometer Länge gewachsenen Wanderweg „Nibelungensteig“ und den Unesco-Geopark Bergstraße-Odenwald und sparte nicht mit Anerkennung für den Treffpunkt der Lammwochen-Eröffnung 2010, den er als „Flaggschiff“ für die heimische Gastronomie hervorhob.
Die Frage danach, was das Besondere am Odenwälder Lamm sei, wusste der zweite Vorsitzende des Schäfervereins Odenwaldkreis, Bernd Keller, mit klugen Worten zu beantworten. Selbst Armin Treusch staunte über Kellers Anmerkungen zur Natur der Schafe und zur Esskultur als einem sinnlichen Erlebnis. Nochmals an die Gäste gewandt sagte der Gastronom: „Sie sehen wie wichtig es ist, solche Aspekte in die Öffentlichkeit zu bringen“.
Kurze Ausführungen seitens der Odenwälder „Slow-Food“-
Organisation durch Horst Avemarie – „Wir wollen wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen, wir wollen sie gut, sauber und
zu einem fairen Preis“ – ergänzten die Reihe der informativen Beiträge ebenso wie die Vorstellung der Majestäten durch die Odenwälder Kartoffelkönigin Barbara I. Sie rief den ehemaligen Odenwälder Landrat als „den Spezialisten für königliche Hoheiten“ zu Hilfe, und Horst Schnur ließ sich nicht zweimal bitten, die begehrte Interview-Runde zu moderieren. Anrührend für alle verabschiedete sich Hessens noch bis Juni amtierende Milchkönigin Melanie Reuße (Guxhagen-Büchenwerra) vom Odenwald: „Hier fühle ich mich wie zu Hause“, sagte sie, die nie den weiten Weg vom heimischen Bauernhof ins südlichste Hessen gescheut hatte und sich dieser Region mittlerweile besonders verbunden fühlt – auch dank der Freunschaft zur „Kollegin“ Barbara und deren Prinzessin Melanie Haas.
Nach der Vorstellungsrunde für die tüchtigen Kräfte aus Küche und Service, die ein vortreffliches Team gebildet und ein stattlich-schmackhaftes Menü gezaubert hatten, klang die Lammwochen-Eröffnung mit einem starken Schmankerl aus: Edelbrenner Gerhard Fritz und Lebensgefährtin Heidi kredenzten hochprozentige Kostproben wie einen „Brand vom Schmucker-Bio-Pils“.
Die 17. Odenwälder Lammwochen laufen in 27 gastronomischen Betrieben der Region bis zum Sonntag, 25. April 2010. Die Lammwochen-Broschüre 2010 kann angefordert werden.
Quelle: http://www.lammwochen.de/
(Jo) Wenn die „Odenwälder Winzergenossenschaft“ (OWG) zur Veranstaltung „Wein und Meeresfrüchte“ einlädt, dann kann man sicher sein, dass es an diesem Tag zu einer regelrechten Gourmetwanderung Richtung Riegelgartenweg 1 kommt. Hier ist nämlich „vinum autmundis“ beheimatet, wie die OWG nach einer neuen Namensgebung mittlerweile heißt.
Es ist eine Veranstaltung im Rahmen von „Frisch und Lecker“ im Landkreis Darmstadt-Dieburg, die einst Landrat a.D. Alfred Jakoubek als Mitinitiator ins Leben rief.
Die Reise in Neptun’s Reich erfreute sich schon kurz nach der offiziellen Eröffnung um 11 Uhr reichlichen Besucheransturms.
Nicht verwunderlich, wird der Besucher doch schon am Eingang von einer Fischsuppe empfangen, die zu den herausragenden Köstlichkeiten dieses Tages zählt. Ein Grüner Silvaner rundet diesen Genuss harmonisch ab.
Nach diesem perfekten Einstieg versucht der erfahrene Gast zunächst einen der freien Sitzplätze zu ergattern, denn diese sind stets rasch vergriffen. In diesem Jahr servierte erstmals das Fischspezialitätengeschäft von Andrea Diegeler aus Trebur die Meeres-Köstlichkeiten. So war denn beispielsweise das Rührei mit Nordseekrabbenfleisch ganz neu im Programm. Es erwies sich als absoluter Renner und ganz besonders dann, wenn der Besucher diese Leckerei mit einem Müller-Thurgau Kabinett trocken harmonisch umspülte.
Natürlich gab es für die Freunde der Austern im Lachsbett ein Wiedersehen-Aha-Erlebnis. Und was könnte diese Gourmetetappe besser umschmeicheln als ein Umstädter Esprit Perlwein.
Der erfahrene Wein-und-Meeresfrüchte Gast freute sich sichtlich darüber, dass es wieder frische Austern gab. Dazu empfahl der Spezialitätenflyer die Verkostung eines Umstädter Pinot Sekt brut. Ein äußerst leckeres Tröpfchen.
Inzwischen hatte an den Tischen bereits eifrige Kommunikation eingesetzt. Die Freunde der weltlichen Genüsse sind nämlich auch sehr gesellige Menschen und pflegen gerne ein harmonisches Miteinander.
An den Tischen sieht man zudem Gäste, die scheinbar ein Gourmet-Dauer-Abonnement haben, denn sie sind jedes Jahr wieder unter den Besuchern zu sehen.
An einem dieser Tische verwöhnte ein fürsorglicher Ehemann seine Gattin mit einem Cocktail von Eismeerkrabben, wozu er eine mild ausgebaute Scheurebe als begleitendes Getränk ausgewählt hatte. Der Blick der holden Gattin zeigte, dass hier Muttertag und Valentinstag gemeinsam vereint ein Symposium der Genüsse feierten.
Es gab noch mehr solcher Köstlichkeiten, aber alle zu beschreiben hieße Eulen nach Athen zu tragen. Man darf sich auf das nächste Mal freuen.
Text: Johmann
bei der Weinprobe am Samstag assistierte die amtierende Bergsträßer Weinkönigin Annika Büchler.
Bei einer Probe gab es mehrere Premieren von Bergsträßer Weinen: Zum ersten Mal verkostet wurde ,,Der Botschafter der Bergstraße" - ein Wein vom Heppenheimer Steinkopf mit drei Besonderheiten: Pate des Wingerts, in dem 40 historische Rebsorten,darunter der Blaue Wildbacher wachsen, ist Landrat Matthias Wilkes. Zur Lese rückte der Landrat jeweils mit den ,,Botschaftern der Bergstraße an". Das Weinetikett, das im Sommer fertig sein soll, trägt die Namen aller Bergsträßer Botschafter - auch vonFormel-1-Star Sebastian Vettel. Zudem ist der Weinberg in einer Webcam zu sehen. Der Rotling aus weißen und roten Sorten soll im Sommer in den Handel kommen.Verkostet wurde auch die weltweit erste Trockenbeerenauslese des Johanniters, die weltbeste Müller-Thurgau-Trockenbeerenauslese, (Schlossberg, 2006) und ein preisgekrönter Riesling-Eiswein aus der Lage Stemmler von 2001. Gerade bei der Eiswein-Produktion gebe es besondere Chancen in kühleren Ländern, sagt Organisator Reinhard Antes. Zudem gab es eine freie Weinprobe mit kälteresistenten Sorten.
Quelle: Echo.online
Kulturlandschaft: In diesem Jahr werden über 200 Mandelbäume gepflanzt
Bergstraße. Auch in einem üppigen Frühlingsgarten muss der Natur gelegentlich nachgeholfen werden: Im Rahmen der Aktion "Blühende Bergstraße" hat der Weinbauverband gestern in Kooperation mit dem Kreis symbolisch einen Mandelbaum gepflanzt. Der Frischling steht an einer neu anzulegenden Rebfläche in der Heppenheimer Weinlage Steinkopf. Gesetzt wurde die Pflanze von Landrat Matthias Wilkes, Weinbauverbandsvorsitzendem Otto Guthier und Reinhard Antes von der Bergsträßer Winzer eG. Mit einer Flasche Rotwein war auch die amtierende Weinkönigin Annika Büchler vor Ort.
"Die Mandelbäume prägen das Bergsträßer Landschaftsbild", erklärte die Hoheit aus Groß-Umstadt. Im laufenden Jahr werden in den Bergsträßer Weinlagen über 200 Bäume gepflanzt.
Der Landrat bezeichnet das Projekt als kooperativen Schulterschluss, bei dem die Städte Bensheim, Heppenheim und Zwingenberg gemeinsam mit Kreis und Weinbauverband an einem Strang ziehen. Ziel ist die Erhaltung des spezifischen Naturbilds als touristische Visitenkarte der Region. "Wir wollen das unverwechselbare Profil der Bergstraße betonen", so Wilkes. In den beiden vergangenen Jahren hat der Kreis 6500 Euro für weitere Mandelbäume ausgegeben. Für 2010 sind 3500 Euro fest eingeplant.
In der Praxis bedeutet das die systematische und punktgenaue Aufforstung an prägnanten Eingangspunkten in Sichtweite der großen Zufahrts- und Bundesstraßen. Für die Pflanzung und Pflege der Mandeln sind die kommunalen Bauhöfe verantwortlich. Die Patenschaft übernehmen die Winzer. Wie Otto Guthier erklärt, sind seit Beginn der Aktion über 1000 Bäume gesetzt worden. Die große Menge wird der biologischen Tatsache gerecht, dass die empfindlichen Pflanzen aus der Familie der Rosengewächse relativ hohe Ausfallquoten zeigen. "Der ein oder andere Baum wird es nicht schaffen", so Guthier weiter.
Insgesamt wurden an der Bergstraße in den vergangenen zehn Jahren rund 3000 Mandel- und Pfirsichbäume eingebuddelt. Wie Reinhard Antes beim Pressetermin miteilte, werden auf der momentan noch gerodeten Weinbergsfläche in Nachbarschaft des neuen Bäumchens im laufenden Monat neue Reben gesetzt. Im unteren Teil wird erneut Riesling angepflanzt, während auf weiteren zirka 1600 Quadratmetern künftig eine neue Rebenselektion wachsen wird: Der rosa Chardonnay ist eine Mutation des weißen Chardonnay und weist eine rötliche Beerenschale auf. Auch dieser Wein ist ein Weißwein und von seinem Typ eindeutig als Chardonnay erkennbar, so der Rebveredler, der in diesem Zusammenhang an den roten Riesling erinnert. Diese alte Rebsorte wird an der Hessischen Bergstraße seit 2006 rekultiviert, nachdem eine gut zehnjährige Projektphase abgeschlossen war.
Matthias Wilkes lobte die Dynamik des Bergsträßer Weinbaus und die Bereitschaft der drei Kommunen, an der landschaftlichen Entwicklung aktiv teilzunehmen. "Damit der Frühlingsgarten weiter blühen kann." Gestern präsentierte schon die ein oder andere Knospe eine leisen Vorgeschmack auf die Mandelblüte, die an der Bergstraße oft schon im März einsetzt. Reinhard Antes versichert: "Drei schöne Tage und es geht los."
Ouelle: Text Bergsträßer Anzeiger
03. März 2010
05.02.2010
Kreis Groß-Gerau (ke). Gleich zwei Majestäten waren gekommen, um Landrat Enno Siehr die Reverenz zu erweisen: Bei der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen erhielt der Groß-Gerauer Landrat im Besein der Hessischen Milchkönigin Melanie Reuße und der Bergsträßer Weinkönigin Annika Büchler in der Gernsheimer Stadthalle mit der silbernen Ehrennadel die höchste Auszeichnung des Hessischen Bauernverbandes. Walter Schütz, Vorsitzender des Regionalbauernverbands Starkenburg, dankte Siehr für 18 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit. Insbesondere als Initiator der Spargeltage Gerauer Land und des jährlichen Kreisbauernmarktes habe er sich um die Landwirtschaft verdient gemacht. Quelle: Blitztip.de

In Gernsheim wurde Landrat Enno Siehr (Mitte) mit der Silbernen Ehrennadel des Hessischen Bauernverbandes ausgezeichnet. V. l.: Walter Schütz (Vorsitzender Regionalbauernverband), Annika Büchler (Weinkönigin Hessische Bergstraße), Melanie Preuße (Hessische Milchkönigin) und Gerhard Jung (Stellvertretender Vorsitzender Regionalbauernverband).
Planwagenfahrt 

Die Herbsttagung für die Obermeister und Delegierten der hessischen Raumausstatter fand statt im bekannten Weinstädtchen Groß-Umstadt, der sogenannten Odenwälder Weininsel, die zur Bergstraße gezählt wird. Wie immer wurde das umfangreiche Tagungsprogramm ergänzt durch ein geselliges Beisammensein.
Der besonderen Weintradition verbunden, wurde natürlich das Thema aufgenommen und eine Weinbergsrundfahrt durch die drei Weinlagen und die wunderschöne Landschaft von Groß-Umstadt im Planwagen organisiert, natürlich in Verbindung mit einer Weinprobe.
Dem Obermeister der gastgebenden Raumausstatterinnung Dieburg, Heinz Müller, war dabei eine besonders hübsche Überraschung für die Teilnehmer gelungen. So konnte er für die Rundfahrt mit Weinprobe eine echte Hoheit gewinnen: die Bergsträßer Gebietsweinkönigin Annika Büchler. Quelle: www.ra-aktuell.de
Annika die Erste lieferte dann auch charmant und kompetent Informationen rund um den Wein, sein Anbaugebiet und die Arbeit des Winzers und ließ sich sogar überreden, eine Stippvisite bei ihrem eigenen Weinberg mit Weinberghütte zu machen. Weinkönigin Annika die Erste begeisterte die Raumausstatter aus ganz Hessen und die Weinprobe mit Ihr wird sicherlich allen als Highlight in Erinnerung bleiben.
Ein Schild der Gebietsweinkönigin Annika Büchler schmückt nun die Eingangspforte von Groß-Umstadt

Im September wurde die Groß-Umstädterin Annika Büchler zur neuen Gebietsweinkönigin der Hessischen Bergstraße gewählt. Darauf ist Groß-Umstadt stolz, insbesondere natürlich auch alle Winzer. Die Sparkasse Groß-Umstadt nahm dies zum Anlass, im Zeichen des 175-jährigen Sparkassen-Jubiläums, zwei Schilder mit dem Konterfei der hübschen Weinrepräsentantin anfertigen zu lassen. Eines steht am Stadteingang, in der Georg-August-Zinn-Straße, kurz vor dem Bahnübergang und das andere an der ersten Einfahrt nach Groß-Umstadt, von Wiebelsbach beziehungsweise Heubach kommend. Die Idee dazu kam aus dem städtischen Kulturamt und zwar von Mitarbeiterin Sandra Schröbel. Das Schild wurde jetzt feierlich enthüllt.
Unser Foto zeigt (von links) Gebietsweinkönigin Annika I., Sparkassen-Regionaldirektor Hans-Georg Schöpp, Bürgermeister Joachim Ruppert, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Manfred Neßler, Steffen Büchler (Bruder der Gebietsweinkönigin) und Weinbauvorsitzender Franz Huber.
Bild und Text: Johmann

Von links: Antrittsbesuch bei Landrat Matthias Wilkes. Gebietsweinkönigin Annika Büchler mit Maria Rittersberger.
Foto: oh KREIS BERGSTRASSE - Gerne wirbt die sympathische neue Gebietsweinkönigin Annika Büchler für den Wein und auch bei ihrem Antrittsbesuch in Heppenheim gab’s für Landrat Matthias Wilkes gleich eine Flasche mit ihrem Konterfei. Auch Landrat Wilkes macht gerne Werbung für den "schönsten Kreis Deutschlands" und überreichte Büchler prompt das Kreisbuch "Blüten, Reben, Drachenblut".
Der Weinbau ist das prägende Element unserer Landschaft an der Bergstraße, so Landrat Wilkes, der dabei auch die Bedeutung des Weinbaus für den Tourismus hervorhob. Wenn eine Weinkönigin an einem Messestand steht oder auf Veranstaltungen spricht, macht das die Menschen aufmerksam – nicht nur auf den Wein sondern auch auf die Region, so Wilkes.
Annika Büchler kommt aus Groß-Umstadt und trat im August dieses Jahres die Nachfolge von Susanne Bürkle an. Seitdem hat sie einen vollen Terminkalender. "Viele Termine sind am Wochenende und abends, da ist es als gelernte Hotelfachfrau schwierig immer die nötige Zeit zu finden. Damit Annika Büchler ihrem Amt voll gerecht werden kann, reduzierte sie ihre Arbeitszeit auf 50%. Sie ist überzeugt, dass die Erfahrungen, die sie in den nächsten Monaten machen werde, diesen Schritt aufwiegen. Mein Chef stand hier von Anfang an hinter mir und hat mir diese Flexibilität ermöglicht, erklärte Büchler. Für die Terminkoordination zeichnet Maria Rittersberger verantwortlich, die seit 1996 der jeweiligen Gebietsweinkönigin mit Rat und Tat zur Seite steht.
Landrat Wilkes war beeindruckt von so viel ehrenamtlichen Einsatz. "Frau Büchler verzichtet auf die Hälfte ihres Einkommens um als Gebietsweinkönigin unsere Region zu repräsentieren. Soviel Engagement ist keine Selbstverständlichkeit." zg
Quelle: TIP die Online Seite für Südhessen
Gold gab es bei der Hessischen Landeswein- und -sektprämierung im Kloster Eberbach für die Landessieger sowie die Staatsehrenplakette der Hessischen Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Silke Lautenschläger, für die „Besten der Besten“. Insgesamt 153 hessische Winzerinnen und Winzer hatten 1.535 Weine und 77 Sekte zur Bewertung eingereicht. Unser Bild zeigt die Preisträger, mit OWG-Kellermeister Jürgen Kronenberger (hintere Reihe rechts) und OWG-Vorstandsmitglied Philipp Weber (darunter). Beide nahmen aus der Hand der Ministerin den Staatsehrenpreis entgegen. Weiterhin sind die Gebietsweinkönigin der Hessischen Bergstraße, Annika Büchler (rechts) zu sehen, sowie links neben der Ministerin (Bildmitte) die Gebietsweinkönigin des Anbaugebietes Rheingau, Sahra Alt und rechts daneben (mit Krone und Weinglas) die deutsche Weinkönigin Sonja Christ.
Bild und Text: Johmann
Staatsministerin Lautenschläger überreicht Staatsehrenplakette an vinum autmundis
(Jo) Das Kloster Eberbach war ein würdiger Rahmen für die Hessische Landeswein- und -sektprämierung 2009. Hier präsentierten sich die bei der diesjährigen Landeswein- und -sektprämierung erfolgreichen Weingüter des Rheingaus und der Hessischen Bergstraße.
Bereits um 8 Uhr begannen die Winzer ihre Stände aufzubauen. Mitgebracht hatten sie eine Auswahl ihrer prämierten Weine.Offiziell eröffnet wurde die Superschau des Weins für alle Weinliebhaber, die eine Eintrittskarte besaßen, allerdings erst um 14 Uhr. Zuvor wurde es im klösterlichen Ambiente hochoffiziell. Schließlich mussten noch die diesjährigen Landessieger der Anbaugebiete Rheingau und Hessische Bergstraße geehrt sowie die Staatsehrenpreise verliehen werden. Diese Ehrungen wurden später durch Staatsministerin Silke Lautenschläger vorgenommen.
Durch das Programm führte Regierungspräsident Johannes Baron. Am „offiziellen“ Tisch saßen neben der Ministerin Otto Guthier, der Vorsitzende des Weinbauverbandes Hessische Bergstraße, der Präsident des Rheingauer Weinbauverbandes , Klaus-Peter Keßler, die deutsche Weinkönigin Sonja Christ, die Gebietsweinkönigin der Hessischen Bergstraße, Annika Büchler sowie die Gebietsweinkönigin des Anbaugebiets Rheingau Sahra Alt. Es sei für sie, so die Ministerin in ihrer Ansprache, eine Premiere erstmals diese Verleihung vornehmen zu dürfen. Es gehe darum für Hessen deutlich zu machen, auf welch hohem Niveau die hessischen Winzerinnen und Winzer ihren Wein erzeugen.
Dass die Erzeuger ihr Handwerk verstehen, das könne der Endverbraucher an den Prämierungen erkennen, welche die herausragenden Weine dann zieren. Deshalb sei jede Winzerin oder Winzer stolz auf die erzielten Plaketten, egal ob in Bronze, Silber oder Gold. Viele Weintrinker würden nämlich ihren Wein nach dem Aussehen der Flasche, des Etiketts und natürlich oft auch anhand der Prämierungen auswählen. Rund 1.500 Betrieb gebe es in Hessen, die im Weinbau tätig seien. Sie würden mit ihrer Arbeit nachhaltig die Kulturlandschaft in diesem Land prägen und wären zudem positive Botschafter für den Tourismus. In diesem Jahr hätten 153 hessische Winzerinnen und Winzer insgesamt 1.535 Weine und 77 Sekte zur Bewertung eingereicht. Die Prüfungskommission zeichnete davon 525 Produkte mit der goldenen, 592 mit der silbernen und 282 mit der bronzenen Preismünze aus.
Grußworte sprachen jetzt die Weinhoheiten. Zunächst die Gebietsweinkönigin der Hessischen Bergstraße, Annika Büchler. Sie überbringe gerne die Grüße der Winzerinnen und Winzer der Hessischen Bergstraße, dem kleinsten Weinanbaugebietes Deutschlands. Alle hätten auch bei der diesjährigen Prämierung unter Beweis gestellt, dass sie qualitativ hochwertige Produkte in die Flasche bringen. Zahlreiche Preismünzen spiegelten dies wider.
Die jährlich stattfindenden hessischen Landeswein- und Sektprämierungen seien für alle Winzerinnen und Winzer ein ideales Schaufenster, so die Gebietsweinkönigin des Anbaugebietes Rheingau, Sarah Alt. Die deutsche Weinkönigin Sonja Christ meinte, Landesprämierungen wie hier im Kloster Eberbach seien für viele Winzer das I-Tüpfelchen für ihre Produkte. Denn die hier erzielten Preismünzen wären für den späteren Verkauf eine gute Orientierungshilfe für den Verbraucher, also den Weinliebhaber. Damit werde nämlich ein Zeichen für herausragende Qualität gesetzt.
Landessieger Für die mit einer Preismünze in Gold ausgezeichneten Weine und Sekte des Anbaugebietes Rheingau führt das Weinbauamt Eltville in jedem Jahr zusätzlich den Wettbewerb „Landessieger“ durch. Ausgezeichnet werden jeweils der erstplatzierte Wein und der erstplatzierte Sekt in verschiedenen Kategorien.
Ministerin Lautenschläger überreichte die Medaillen für die „Besten der Besten“ an folgende Rheingauer Weingüter: Weingut Karlo Dillmann (Riesling trocken), Weingut Heinz Nikolai (Riesling halbtrocken), Weingut Johann Molitor (Riesling gereift), Weinhof Goldatzel, Gerhard und Andreas Groß (Spätburgunder Rotwein trocken), Weingut Hirschmann (Spätburgunder Weißherbst) und Weingut Ems-Post (Sekt).
Staatsehrenpreise
Den Staatsehrenpreis für die Hessische Bergstraße durfte vinum, autmundis die Odenwälder Winzergenossenschaft Groß-Umstadt entgegennehmen.
Für den Rheingau waren dies: Weingut Stefan Molitor, Eltville-Hattenheim (Betriebsgröße bis 5 Hektar), Weingut Mitter-Velten, Hochheim (Betriebsgröße 5 bis 10 Hektar), Weingut August Eser, Inhaberin Désirée Eser (Oestrich-Winkel), Weingut der Stadt Frankfurt Inhaber Armin Rupp (Hochheim) und Weingut Künstler, Inhaber Gunter Künster (Hochheim).
18 11 2009
An unserer Weinpräsentation am Wochenende hatten wir hoheitlichen Besuch. Das erste Mal, dass die neue Gebietsweinkönigin bei uns im Weingut war.
Annika Büchler die amtierende Gebietsweinkönigin der Hessischen Bergstraße hat uns besucht. Hier ein paar Eindrücke:
Annika hat mit meinem Vater Weine verkostet und dann auch eine kurze Ansprache gehalten. Danke , dasss Du da warst.
Quelle: http://simonbuerkle.wordpress.com/

Primitivo im Odenwald
Erst die Weinkönigin ider erste den Adorno? Gut, dann die Weinkönigin. Obwohl man ja nicht alle Tage Gelegenheit hat, auf kulinarischer Recherche einen großen Philosophen....-verstehe, die Weinkönigin, ganz wie's beliebt.
Annika Büchler aus Groß-Umstadt, 21 Jahre alt, schlank brünett und mitteilsam, amtierende Bergsträßer Weinkönigin. Dazu angehende Sommeliere und selbst schon Winzerin, wenn auch für den Anfang nur mit zehn Rebzeilen, die der Opa ihr kürzlich anvertraut hat. Mit wenigen Worten überreichte er ihr den Schlüssel zum Weinbergshäuschen, der fast so lang wie ihre Hand ist.
Groß-Umstadt gehört zur Odenwälder Weininsel einer der unbekanntesten Ecken im deutschen Weinbau. Sie liegt gleich an der Grenze zu Franken und das schmeckt man den würzigen Rieslingen und Silvanern, die von hier kommen, auch an. Doch verwaltungsrechtlich zählt sie zur Hessischen Bergstraße, dem mit 440 Hektar Rebflächen kleinste deutsche Weinanbaugebiet. Die Bergstraße verläuft ein Stück weiter westlich von Darmstadt bis Heidelberg- wobei der südliche Teil schon zum Nachbarland Baden gehört.
Wenn Annika Büchler über den Groß-Umstädter Marktplatz mit dem Renaissance-Rathaus und dem plätschernden Brunnen spaziert, kommt sie so schnell nicht wieder weg. Die Bergsträßer sind stolz auf sie, weil sie viel von Wein versteht. Ein Naturtalent mit beispiellosen Trefferquoten bei Blindverkostungen, die hier alles andere als leicht sind. Entlang der Bergstaße gedeihen fast sechzig Rebsorten. 150 Veranstaltungen absolviert Büchler während ihrer zehnmonatigen Regentschaft, mal im Dirndl und mal im Hosenanzug. So ein Zwerdstaat hat Publicity wohl besonders nötig? Nein, sagt sie, eigentlich brauchen die Bergsträßer Weine nicht viel Reklame. Sie würden vor der Haustür ausgetrunken, in der Region also. Der 2008er sei bei den meisten Winzern schon weg und der 2009er soll ein derart guter Jahrgang werden, dass sie ihn dreimal verkaufen können. [....] Von Stefan Schomann
Quelle: Zeitung "die Zeit"
BU: Treffen der Hessentagspaare in Groß-Umstadt
Zahlreiche ehemalige Hessentagspaare trafen sich in Groß-Umstadt zu ihrem alljährlichen traditionellen Treffen. Organisiert hatte das Treffen Winzer Karl Kulick (links). Ganz rechts ist das Hessentagspaar 2010 zu sehen. Mona Lorena Monzien und Fabian Gies laden die Hessen im nächsten Jahr zum 50. Hessentag in das schmucke Städtchen Stadtallendorf ein. Auf die Besucher warten dann unter anderem Auftritte der Pop-Sängerin „Pink“, das Comedy-Duo Badesalz und auch die „Klostertaler werden beim Hessentag für Stimmung sorgen.
Bild und Text: Johmann

Heppenheim: Gebietsweinkönigin Annika Büchler zum Antrittsbesuch im
Landratsamt
Pressemeldung vom 4. November, 2009, 10:08 am
Heppenheim. Gerne wirbt die sympathische neue Gebietsweinkönigin Annika Büchler für den Wein und auch bei ihrem Antrittsbesuch in Heppenheim gab’s für Landrat Matthias Wilkes gleich eine Flasche mit ihrem Konterfei.
Auch Landrat Wilkes macht gerne Werbung für den „schönsten Kreis Deutschlands“ und überreichte Büchler prompt das Kreisbuch „Blüten, Reben, Drachenblut“.
Der Weinbau ist das prägende Element unserer Landschaft an der Bergstraße, so Landrat Wilkes, der dabei auch die Bedeutung des Weinbaus für den Tourismus hervorhob. Wenn eine Weinkönigin an einem Messestand steht oder auf Veranstaltungen spricht, macht das die Menschen aufmerksam – nicht nur auf den Wein sondern auch auf die Region, so Wilkes.
Annika Büchler kommt aus Groß-Umstadt und trat im August dieses Jahres die Nachfolge von Susanne Bürkle an. Seitdem hat sie einen vollen Terminkalender. „Viele Termine sind am Wochenende und abends, da ist es als
gelernte Hotelfachfrau schwierig immer die nötige Zeit zu finden. Damit Annika Büchler ihrem Amt voll gerecht werden kann, reduzierte sie ihre Arbeitszeit auf 50%. Sie ist überzeugt, dass die Erfahrungen, die sie in den
nächsten Monaten machen werde, diesen Schritt aufwiegen. Mein Chef stand hier von Anfang an hinter mir und hat mir diese Flexibilität ermöglicht, erklärte Büchler. Für die Terminkoordination zeichnet Maria Rittersberger verantwortlich, die seit 1996 der jeweiligen Gebietsweinkönigin mit Rat und Tat zur Seite steht.
Landrat Wilkes war beeindruckt von so viel ehrenamtlichen Einsatz. „Frau Büchler verzichtet auf die Hälfte ihres Einkommens um als Gebietsweinkönigin unsere Region zu repräsentieren. Soviel Engagement ist keine Selbstverständlichkeit.“
Quelle: Stadt Heppenheim – Pressestelle
Umzug Riesige Federbälle, kleine Wikinger und Karate-Kämpfer

EIN HERZ UND EINE SEELE:
Die Bergsträßer Weinkönigin Annika Büchler mit der Bergsträßer Blütenkönigin Brigitte Skowronek.
(Foto: Dietmar Funck)
BENSHEIM. 20 Grad, Schönwetterwolken, ideales Festzugswetter. Tausende säumten den Weg des Festzuges. Am Ritterplatz, wo besonders viele Bürger standen, moderierten Bürgermeister Thorsten Herrmann und der in Bensheim wohnende RTL-Fernsehpfarrer Dietmar Heeg.
Um 14.30 Uhr erreichte der Festzug den Ritterplatz. Zelebriert wurden 80 Jahre Winzerfest. Auch 929 gab es schon einen Festzug. Dass es „nur“ das 72. Winzerfest ist, lag an den Kriegs- und Nachkriegswirren.
Technisches Hilfswerk, Stadtkapelle, die Festreiter der RG Bensheim und die Gebietsweinkönigin Annika Büchler bildeten die Spitze des Festzuges. Der Erste Bergsträßer Spielmanns- und Fanfarenzug, ein Motivwagen der Weinschänke Götzinger und der Reit- und Fahrverein bildeten die Vorhut für die Deutsche Weinkönigin Marlies Dumbski. Die Bergsträßer Winzer eG hatte sich einen Gag ausgedacht und Traktoren aus acht Jahrzehnten auf die Straße geschickt.
Die Hochstädter Vereine zeigten auf einem Motivwagen eine Vesper im Weinberg. Die Hemsbacher Weinkönigin Maren fuhr mit einer Kutsche, wie auch die Schrießheimer Weinkönigin Katharina in einem Cabrio. Zwischendrin die Spielmannszüge aus Lorsch und Heppenheim.
Der Obst- und Gartenbauverein Bensheim zeigte Gartenbau im Wandel der Zeiten. Die Zeller Feuerwehr war mit Mühlen aus dem Zeller Tal und einer Fußgruppe in Tracht dabei.
Nach der Reitergruppe der Islandpferdefreunde kam die Einhäuser Kerwekönigin Carola mit Kerwevadder Daniel. Verschiedene Wagen kündigten die Bensheimer Blütenkönigin Brigitte Skowronek an. Ein besonderes Segment des Zuges war Auerbach gewidmet. Der Stadtteil feiert in diesem Jahr seinen 1225. Geburtstag. Das Tierheim Heppenheim erinnerte an sein 45-jähriges Bestehen. Die Marinekameradschaft zeigte ein Motorboot. Aus einem Oldtimer grüßten Zwingenbergs Bürgermeister Holger Habich und Stadtverordnetenvorsteherin Birgit Heitland.
Mit Applaus begrüßt wurde der Fanfarenzug Starkenburg aus der Nachbarstadt Heppenheim. Die letzten Wagen des Festzugs sind traditionell die Kehrwagen der Stadtreinigung. Hinter ihnen strömten Tausende von Zuschauern in Richtung Winzerdorf. Neun Tage lang wird in Bensheim Bergsträßer Winzerfest gefeiert. Mit einem Empfang für geladene Gäste hatten die Feierlichkeiten am Samstag begonnen. Eng war es nicht nur auf der Bühne: Bürgermeister Thorsten Herrmann war flankiert von Weinhoheiten sowie Blüten- und Spargelköniginnen.
Wie jedes Jahr lud die Stadt Bensheim zum Empfang für Ehrengäste ins Bürgerhaus, bevor im Winzerdorf der offizielle Startschuss zum Winzerfest 2009 fiel. Es war ein schnelles Vorspiel vor einem langen Ausnahmezustand. Die Redner fassten sich kurz, um die gesellige Plauder- und Probierstunde nicht unnötig zu behindern. Zurecht lobte der Bürgermeister die Bergsträßer Winzer für deren Bemühen um die regionale Weinlandschaft: „Sie sind Kulturpfleger der besonderen Art.“ Ohne das Engagement und die Mitarbeit der Erzeuger wäre das Fest in der Tat eine ziemlich Angelegenheit.
Herrmann begrüßte Weinhoheiten aus der Region, darunter natürlich die scheidende Gebietsweinkönigin Susanne Bürkle und ihre Nachfolgerin Annika Büchler, außerdem die gekrönten Häupter aus Groß-Umstadt, Lützelsachsen und Hemsbach sowie die Bensheimer Blüten- und die Lampertheimer Spargelkönigin.
Statt der Deutschen Weinkönigin war Weinprinzessin Andrea Köninger (Baden) nach Bensheim gekommen. Dass die 25 Jahre alte Studentin der Betriebswirtschaft den Gästen „schöne Tage in Heppenheim“ wünschte, sei mit dem engen Terminkalender der Hoheit entschuldigt, die schließlich auf vielen Hochzeiten tanzen muss. Für das Publikum war der amüsante Versprecher jedenfalls kein Grund zum Grollen.
Doris Walter erinnerte als „Fraa vun Bensem“ an die Anfänge vor 80 Jahren, als das Winzerdorf erstmals als „eigene kleine Welt“ seine Pforten öffnete. Mundartlich sang die Symbolfigur der Heimatvereinigung Oald Bensem ein Loblied auf die Stadt, die auch – und das sei gut so – „ihre Kanten hat“.
Neben vielen bekannten einheimischen Köpfen waren internationale Gäste im Bürgerhaus vertreten, darunter Delegationen aus den Partnerstädten Amersham (Großbritannien), Beaune (Frankreich), Hostinné (Tschechien) und Klodzko (Polen) sowie aus Riva del Garda (Italien) und Mohàcs (Ungarn). Mit einer Garnison Ehrengäste im Schlepptau ging es ins Winzerdorf zur offiziellen Eröffnungszeremonie.
Echo Online GmbH
bj/tr
6.9.2009
Annika Büchler (21) aus Groß-Umstadt ist am Wochenende auf dem Bensheimer Marktplatz zur Bergsträßer Weinkönigin gekrönt worden; gestern gehörte sie auf ihrem prunkvoll gestalteten Wagen zu den Attraktionen des Festum-zugs. Das Bild zeigt sie vor dem Turm des Rodensteiner Hofes in der Nähe des Ritterplatzes, wo sie huldvoll dem Publikum zuwinkte.

FOTO: REGINATRABOLD
Festakt - Zum Auftakt des Winzerfestes in Bensheim wird die Groß-Umstädterin neue Gebietsweinkönigin der Bergstraße
BENSHEIM/GROSS-UMSTADT. Annika Büchler (21) aus Groß-Umstadt trägt seit Samstagabend die Krone der Bergsträßer Gebiets¬weinkönigin, die ihr Vorgängerin Susanne Bürkle in einer Krönungszeremonie aufsetzte. Deren Amtszeit ging nach 14 Monaten in Bensheim zu Ende. Gestern Nachmittag zog die neue Gebietswein¬königin mit ihrem Gefolge im Son¬nenschein durch die von Tausen¬den gesäumten Straßen der Bensheimer Innenstadt.
Im königsblauen Kleid hatte die neue Regentin beim Amtsan¬tritt am Samstagnachmittag eine gute Figur gemacht. Annika Büchler erhielt aus den Händen der Deutschen Weinprinzessin, Andrea Köninger (Sassbach-Walden), einen jungen Weinstock als symbolisches Präsent zu Beginn ihrer einjährigen Amtszeit, die „mit vielen Veränderungen verbunden ist". Bis zum Bergsträßer Weinmarkt in Heppenheim im Juni 2010 wird die sympathische junge Frau von der Odenwälder Weininsel die Krone tragen.
Im Winzerdorf hatte sie einen lautstarken Fanclub mitgebracht, darunter der Groß-Umstädter Bür-germeister Joachim Ruppert, die Eltern und Großeltern der neuen WCinkönigin. „Wein ist Kunst aus der Natur", kommentierte Annika Büchler zum Auftakt des Winzer-festes.
Lobende Worte kamen vom Vorsitzenden des Weinbauverbands, Otto Guthier, der sich für die geleistete Arbeit und den Einsatz der Queen bedankte. Im Winzerdorf blickte Susanne Bürkle noch einmal auf die eindrucksvollsten Erlebnisse ihrer Regent schaft zurück: eine abwechs-lungsreiche Zeit mit Auftritten von New York bis Lützelsachsen. Exakt um 18.48 Uhr war es dann endlich soweit: Bürgermeister Thorsten Herrmann eröffnete das Winzerfest 2009. Die Salutschüs¬se der Bürgerwehr ließen den Marktplatz erzittern.
„Ich hoffe, dass das Wetter hält", sagte die hessische, auch für Weinbau zuständige Land-wirtschaftsministerin Silke Lau-tenschläger und wusste damit alle Winzerfestbesucher hinter sich. Auf der Bühne im sich stetig füllenden Winzerdorf erklärte sie ihre Verbundenheit mit dem hessischen Weinbau, wobei sie die Winzer der Hessischen Bergstraße in punkto Qualitätsbewusstsein auf eine Stufe mit den Kollegen aus dem Rheingau stellte.
Das Weinglas in der Hand ver-folgten viele Festgäste den Start des Bergsträßer Winzerfests. Auch 80 Jahre nach der Premiere ist das neuntägige Fest ein Publi-kumsmagnet, auf den viele das ganze Jahr über warten. Bis kom-menden Sonntag ist die Stadt für den Wein und seine Freunde reserviert. Die Chancen stehen gut, dass sich Lautenschlägers Wunsch erfüllt. Nach jüngsten Wetterprognosen geht es mit den Temperaturen wohl wieder bergauf. Ideale Wachstumsbedingun¬gen also für den blutjungen Weinstock von Annika Büchler.
tr/kus

Die Krönung: Annika Büchler, 57. Bergsträßer Gebietsweinkönigin aus Groß-Umstadt, übernimmt das Amt von
Susanne Bürkle (rechts).
FOTO: REIGINATRABOLD
Die diesjährige Gebietsweinkönigin des Anbaugebietes Hessi-sche Bergstraße kommt aus Groß-Umstadt - es ist Annika Büchler, die Weinkönigin des Jahres 2007/2008. Die Krönungszeremonie findet am Samstag, 5. September, im Weindorf Bensheim statt. Die Stadt Groß-Umstadt hat einen Fan-Bus organisiert.
Foto: Dietmar Funck (nh)
BENSHEIM. „Ich hoffe, dass das Wetter hält.“ Bei diesem Satz hatte Silke Lautenschläger (CDU) alle Winzerfestbesucher hinter sich. Für die offizielle Eröffnung am Samstagabend war die hessische Ministerin für Umwelt, Energie und Landwirtschaft aus dem vorderen Odenwald nach Bensheim gekommen. Mit dem Weinglas in der Hand verfolgten die Festgäste den Startschuss zum 72. Bergsträßer Winzerfest.
Die 21 Jahre alte Groß-Umstädterin Annika Büchler wurde zur Eröffnung zur Bergsträßer Gebietsweinkönigin gekrönt. Im königsblauen Kleid machte die neue Regentin eine gute Figur.
Bis zum Weinmarkt in Heppenheim im Juni 2010 wird die junge Frau amtieren. Im Winzerdorf hatte sie einen lautstarken Fanclub mitgebracht, darunter der Groß-Umstädter Bürgermeister Joachim Ruppert. „Wein ist Kunst aus der Natur“, kommentierte Annika Büchler zum Auftakt des Winzerfestes.
Die Krönung übernahm Susanne Bürkle (Zwingenberg), deren Amtszeit nach 14 Monaten zu Ende ging. Lobende Worte kamen vom Vorsitzenden des Weinbauverbands, Otto Guthier.
Im Winzerdorf blickte Susanne Bürkle auf die eindrucksvollsten Erlebnisse ihrer Regentschaft zurück. Eine abwechslungsreiche Zeit mit Auftritten von New York bis Lützelsachsen. Um um 18.48 Uhr war es endlich soweit: Bürgermeister Thorsten Herrmann eröffnete das Winzerfest 2009. Die Salutschüsse der Bürgerwehr ließen den Marktplatz erzittern.
tr
7.9.2009
Groß-Umstadts ehemalige Weinkönigin Annika Büchler wird die neue Gebietsweinkönigin der Hessischen Bergstraße
(Jo) Viele Groß-Umstädter und Fans des Umstädter Weins erinnern sich bestimmt noch an das Jahr 2007, denn damals wurde Annika Büchler zur neuen Weinkönigin der „Odenwälder Weininsel“ gekürt.

BU: Gebietsweinkönigin kommt aus Groß-Umstadt
Die neue Gebietsweinkönigin des Weinanbaugebiets Hessische Bergstraße kommt aus Groß-Umstadt. Jetzt wurde die neue Hoheit, die am 5. September im Rahmen des Bergsträßer Winzerfestes in Bensheim gekrönt wird, der Presse vorgestellt. Unser Bild zeigt (von links) Bensheims Bürgermeister Thorsten Hermann, die neue Gebietsweinkönigin Annika Büchler, Thomas Herborn (Geschäftsführer des Bensheimer Verkehrsvereins) sowie den Vorsitzenden des Weinbauverbandes Hessische Bergstraße, Otto Guthier.
Bild und Text: Johmann
Jetzt, im Jahre 2009 wartet ein weiteres großes Ereignis auf die 21-Jährige aus Groß-Umstadt. Am Samstag, den 5. September, wird sie im Rahmen der Eröffnung des Bergsträßer Winzerfestes in Bensheim, zur neuen Gebietsweinkönigin des Weinanbaugebiets Hessische Bergstraße gekrönt. Die Krönung findet im Winzerdorf statt. Die Stadt Groß-Umstadt hat bereits einen Bus gechartert, der die „Fans“ nach Bensheim bringt.
In der vergangenen Woche präsentierte die Stadt Bensheim zahlreichen Pressevertretern die neue Hoheit. Im Beisein des Bensheimer Bürgermeisters Thorsten Hermann, dem Geschäftsführer des Bensheimer Verkehrsvereins, Thomas Herborn, sowie dem Vorsitzenden des Weinbauverbandes Hessische Bergstraße, Otto Guthier und weiteren Vertretern des Bensheimer Verkehrsverein, stellte sich Annika Büchler den Pressvertretern vor.
Stolz erzählte die ausgebildete Hotelfachfrau, dass sie von der „Odenwälder Weininsel“ käme und schon seit ihrer Kindheit mit dem Weinbau eng verbunden sei. Ihr Urgroßvater Georg Emmerich war Mitbegründer der „Odenwälder Winzergenossenschaft“ (OWG) und Großvater Heinz Emmerich bewirtschaftet eine Rebfläche in der Lage „Herrnberg“ und ist ebenfalls langjähriges Mitglied der OWG. Im Wingert hilft natürlich die ganze Familie mit und so schließe sich wieder der Kreis. Schön wäre es, so Annika Büchler, dass sie das Amt der Gebietsweinkönigin in einem Jahr antreten könne, in dem die OWG, die sich jetzt mit “vinum autmundis“ einen neuen Namen gegeben habe, ihr 50-jähriges Bestehen feiern könne.
Bereits mit 14 Jahren habe sie bei der Arbeit im Weinberg mitgeholfen. Die Weinlese lernte sie kennen als sie gerade laufen konnte. Viele Tipps bekam sie damals und jetzt von ihrer Patentante Christel Emmerich-Schöpp. Die war nicht nur Groß-Umstädter Weinkönigin sondern 1977 ebenfalls Gebietsweinkönigin und wurde im darauf folgenden Jahr als deutsche Weinprinzessin gewählt.
Nach über 30 Jahren freue sich jetzt natürlich auch ihre Patentante darüber, dass wieder einmal eine Gebietsweinkönigin aus Groß-Umstadt komme.
Im Anschluss an das Vorstellungsgespräch bekam die neue Gebietsweinkönigin schon zahlreiche Einladungen für Termine überreicht, wo sie die Hessische Bergstraße repräsentieren soll. Aber, Annika Büchler ist stressresistent, denn im gleichen Jahr als sie Umstädter Weinkönigin war und damals schon viele Termine wahrnehmen musste, legte sie erfolgreich ihre Fachhochschulreife ab. Inzwischen ist sie auch anerkannte Beraterin für deutschen Wein. Eine Ausbildung die sie beim Deutschen Weininstitut in Mainz erfuhr. Beruflich arbeitet sie zurzeit in der Groß-Umstädter Gastronomie.
Zu ihren Hobbys zählen Inliner fahren, Joggen, Lesen und viel Wissenswertes rund um den Wein sammeln.
Das Bergsträßer Winzerfest (5. bis 13. September) kann übrigens in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen feiern. Auftakt ist, wie schon erwähnt am Samstag (5.9.) die Eröffnung mit Krönung der neuen Gebietsweinkönigin ab 18.30 Uhr im Weindorf. Dazu werden, unter anderem, die Deutsche Weinkönigin Marlies Dumbski erwartet und zahlreiche weitere amtierende Weinköniginnen. Beim Winzerfestumzug am Sonntag (6.9.) werden 100 Zugnummern durch die Straßen zu Fuß und mit Festwagen unterwegs sein. Ein weiterer Höhepunkt dürfte am Samstag (12.9) das Brillantfeuerwerk sein.
Bild und Text: Johmann
Winzerfest: Annika Büchler bekam beim Weintest volle Punktzahl
Weinkönigin kommt aus Groß-Umstadt
Von unserem Redaktionsmitglied Karl-Josef Bänker
Bensheim. Annika Büchler wird zum Auftakt des Winzerfestes im Winzerdorf zur neuen Bergsträßer Gebietsweinkönigin gekrönt. Sie stammt aus Groß-Umstadt, der sogenannten Odenwälder Weininsel, die zur Bergstraße gezählt wird. Gestern wurde die Hoheit in spe bei der Besprechung des Winzerfest-Programms vorgestellt.
Dabei fiel auf, dass Annika Büchler ein ebenso frisches wie gewandtes und selbstsicheres Auftreten hat. Auch ihr Wissen über Wein ist ungewöhnlich für eine 21-Jährige.
Annika Büchler ist mit dem Wein verbunden wie nur wenige. Das liegt einerseits am Beruf, anderseits an den Genen: Ihr Urgroßvater gründete die Groß-Umstädter Wein-Genossenschaft, ihre Tante Christel Emmerisch war 1977 Bergsträßer Gebietsweinkönigin und später die erste Deutsche Weinprinzessin, die von der Bergstraße kam.
Nach wie vor bewirtschaftet ihre Familie Weinberge mit einer Gesamtfläche von zwei Hektar - und sie ist eine gelernte Hotelfachfrau, die beim Deutschen Weininstitut eine Ausbildung zur "anerkannten Beraterin für Wein" absolviert hat. Mit einem Traumergebnis übrigens. Als Einzige eines Lehrgangs mit 25 Absolventen erreichte sie die volle Punktzahl.
Ihr Lieblingswein ist der Kerner, den die junge Frau als "tollen Allrounder" beschreibt. Für das Amt als Bergsträßer Gebietsweinkönigin hat Annika Büchler die beste Ausbildung absolviert, die man sich für eine Repräsentantin denken kann: Sie war von 2007 bis 2008 Weinkönigin in Groß-Umstadt. Während ihrer Regentschaft hat sie 150 Einsätze absolviert. Da bekommt man Routine.
Annika Büchler findet es gut, dass immer mehr Winzer auf Sekt oder die noch jugendlicheren Secco setzen. Diese findet die künftige Königin gerade für junge Menschen "spritzig und toll".
Mit ihren 21 Jahren ist sie aber auch schon erfahren genug, nein zu sagen. Autofahren und Alkohol, das geht gar nicht, sagt sie. Eisernes Gesetz: Wer fährt, muss nüchtern bleiben.
Bergsträßer Anzeiger
28. August 2009
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