Wenn Sie etwas über ein bestimmtes Thema erfahren wollen, dann schreiben Sie mir. Ich berichte gerne auch über die Themen die Sie besonders interessieren.
Ein aufregendes Jahr geht zu Ende
Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Umstädterinnen und Umstädter,
liebe Weinfreunde,
Wer hat an der Uhr gedreht ist es wirklich schon so spät….?
10 Monate lang durfte ich im Auftrag des Bergsträßer Weins und des Weinanbaugebiets Hessische Bergstraße unterwegs sein. Eine erlebnisreiche Zeit neigt sich nun dem Ende entgegen.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei Ihnen allen und bei all denjenigen, die mich bei der Ausübung meines Amtes in der unterschiedlichsten Weise unterstützt und zur Seite gestanden haben, auf das herzlichste bedanken.
Ein ganz Besonderer Dank geht an das BMW Autohaus in Darmstadt und der Sparkasse Dieburg in Groß-Umstadt, die mir jeweils für ein halbes Jahr ein Auto zur Verfügung gestellt haben.
Nun möchte ich Ihnen einen kurzen Einblick in meine Amtszeit geben.
Es gab viele und aufregende Termine und Momente. Zum Beispiel meine Besuche in unserer Hauptstadt Berlin. Dort war die Internationale Grüne Woche auf der ich zusammen mit Sandra und Oliver Schröbel sowie mit Ralf Möller den Landkreis Darmstadt Dieburg und somit auch unseren Umstädter Wein wunderbare in Szene setzten konnte. Aber auch die Besuche in der Hessischen Landesvertretung, zur Schlenderweinprobe oder zur 40 Jahr Feier der Verschwisterung des Kreises Bergstraße mit der Partnerstadt Kreuzberg-Friedrichshain, waren die Reise wert.
In unserer Landeshauptstadt Wiesbaden, auf dem Ball des Weines, feierte der VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) seinen 100ten Geburtstag. Zu diesem Anlass kam natürlich auch Ministerpräsident Roland Koch aber auch Franz Beckenbauer, denn wir, 13 Gebietsweinköniginnen, verkauften Lose zugunsten seiner Stiftung.
Zwei große internationale Weinmessen standen für mich auf dem Programm. Zum Einen die Internationale Wein und Spirituosen Messe in Düsseldorf „Pro-Wein“. Dort musste ich mal wieder die Erfahrung machen, dass man vor den Umstädtern nie sicher ist. Sie müssen sich eine sehr sehr groß und weitläufig Messe vorstellen und wer läuft mir da zuerst über den Weg? Natürlich Karl Kulick und Co. ;-)
Zum Anderen findet alle 3 Jahr die Internationale Technologiemesse für Wein, Obst, Fruchtsaft und Spirituosen „Intervities Interfructa“ in Stuttgart statt. Dort traf ich zusammen mit meinen Amtskolleginnen unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel. Ein Besonderes Highlight war für uns aber was ganz Anderes. Wir durften auf dem Messegelände den neuen Fendt Vario fahren. Diese Gelegenheit nutzen wir natürlich und stiegen mit Abendkleid und Pumps auf den Traktor.
Besonders schön waren aber auch die Besuche bei unseren Winzerinnen und Winzern. Im Weingut Mohr in Bensheim erfuhr ich viele neue Dinge unter Anderem wie Sternzeichen und Weine zusammen passen oder welch ein Geschmackserlebnis Wein in Verbindung mit Schokolade mit sich bringt.
Beim Weingut Freiberger in Heppenheim durfte ich erleben wie beschwingend Wein und Jazz sein kann.
Den neuen Jahrgang 2009 verköstigte ich bei der Bergsträßer Winzergenossenschaft in Heppenheim und schlenderte im Winter über deren Adventsmarkt.
An den Weihnachtspräsentationen schaute ich beim Weingut Simon-Bürkle und dem Weingut Rebenhof in Zwingenberg vorbei.
Das Weingut Jäger in Bensheim begrüßte mich in meiner Krönungswoche in ihrem Weingut.
In Bensheim-Auerbach besuchte ich das Weingut Seitz, an den Weinprobiertagen und in Laudenbach beim Weingut Wind auf ihrem Hoffest.
Ein Besonderes Erlebnis hatte ich bei meinem Besuch in der Rebenveredlung Antes in Heppenheim. Nachdem ich die Arbeitsschritte erklärt bekommen habe, machte ich mich selbst ans Werk. Es hat mir eine Menge Freude bereitet, denn ohne die Rebenveredlung wäre der Weinbau in Deutschland nicht mehr Möglich, nachdem die Reblaus Gefallen an unseren Rebwurzeln gefunden hat.
Schön, ist es aber auch immer wieder zuhause. So standen in Groß-Umstadt natürlich unsere Winzerfest mit auf dem Programm aber auch Wein und Kultur von unseren Selbstvermarkteten Winzerinnen und Winzern, der Neujahrsempfang der Stadt Groß-Umstadt und natürlich die Feste bei den Weingütern. So besuchte ich Meeresfrüchte und Wein bei der Odenwälder Winzergenossenschaft-Vinum Autmundis, das Hoffest in Roßdorf bei Edlings und ich warf mal einen Blick hinter die Kulissen des Weinguts Lohmühle, welches Dagmar Brehm, meiner Nachfolgerin als Umstädter Weinkönigin, und Alexander Pfau gehört.
Bei Familie Collatz und Seliger schaute ich in der Straußwirtschaft vorbei.
Bei allen wo ich es nicht geschafft habe mit Krone vorbei zu schauen, werde ich dies ohne Krone noch nachholen.
Am 25.06.2010 startet nun der Weinmarkt in Heppenheim. Ein Weinfest in der historischen Altstadt, mit einem ganz besonderen Flair.
Für mich heißt es dann am 3.07.2010 Abschied nehmen, von einem Ehrenamt, welches ich gerne und mit ganzer Überzeugung ausgeführt habe.
Der Weinbauverein Groß-Umstadt organisiert einen Bus zu meiner Abkrönung.
Abfahrt 18:00 Uhr in Groß-Umstadt
Rückfahrt 24:00 Uhr in Heppenheim
Reservierungen bei Gabys Kinderecke Groß-Umstadt – Es sind noch Plätze frei!!!
Ich würde mich sehr freuen, Sie auf dem Weinfest begrüßen zu dürfen um nach meiner Abkrönung gemeinsam mit Ihnen auf eine tolle Zeit anzustoßen.
Am Wochenende beginnt das Johannisfest in Umstadt und ich freue mich sehr mein Amtsjahr zuhause ausklingen lassen zu können. Nachdem ich es letztes Jahr auf dem Winzerfest in Umstadt begonnen habe.
Auf ein schönes Johannisfest.
Herzliche Grüße ihre Gebietsweinkönigin der Hessischen Bergstraße 09/10
Annika
Der Rebschnitt
Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Umstädterinnen und Umstädter,
liebe Weinfreunde!
Das Werden des Weins über all seine Stufen zu verfolgen ist – wie bei allem, was lebt und sich allmählich entwickelt- eine spannende Geschichte. Ich möchte mich nun mit dem Rebschnitt beschäftigen:
Der Legende nach war es ein Esel, der die Menschen zum Rebschnitt brachte:
Irgendwo in Palästina knabberte er kräftig an einem Weinstock, zum Entsetzen der Dorfbewohner. Als aber dieser Stock dann besonders große Früchte trug, kamen die Leute dahin, künftig alle Weinstöcke zu schneiden.
Aber der Ordnung wegen griff man lieber zum Messer, statt es den Eseln zu überlassen…..
Der Rebschnitt, der wichtigste Einriff des Winzers im Leben des Rebstocks, wird in Gestalt des Winterschnitts und in Form des Sommerschnitts vorgenommen.
Ohne systematischen und geplanten Rebschnitt würde die Weinrebe wild wuchern und nur minderwertige Trauben hervorbringen.
Während der so genannten Saftruhe zwischen zwei Wachstumszyklen der Rebe werden im zeitigen Frühjahr durch den Winterschnitt die Grundlagen für qualitativ hochwertiges Traubengut geschaffen. Dabei wird das im Sommer gewachsene, nicht mehr benötigte Holz (= einjährige Triebe) vollständig entfernt.
Als Fruchtholz werden in der Regel gut ausgebildete Triebe in Stammnähe ausgewählt. Fruchtholz entwickelt sich nur auf 2-jährigem Holz. Nach dem Schnitt sollten je nach Rebsorte ca. 6-10 Augen (Knospen)/ m² übrig sein.
Nach dem Rebschnitt folgt das Biegen/ Binden. Die Alleinstehende Rebe wird am vorgesehenen Biegedraht angebunden. Nun kann die Rebe beginnen sich zu entfalten.
Im Sommer müssen dann durch entsprechenden Rebschnitt das Längenwachstum der Sommertriebe begrenzt und eine unvorteilhafte Laubglockenbildung verhindert werden (Sommerschnitt).
Herzliche Grüße Ihre
Bergstrasser Weinkönigin Annika I.
Liebe Weinfreunde,
heute widme ich mich dem aktuellen Thema Weinlese.
Die Weinlese 2009 ist in den letzten Zügen und bald haben wir die Lese 2009 im Keller. So wie es bisher aussieht, gibt es einen hervorragenden Jahrgang 2009, auf den wir uns alle freue dürfen.
Doch was genau verbiergt sich hinter dem Begriff Weinlese ??
Die Weinlese ist für die Winzerinnen und Winzer der Höhepunkt eines Winzerjahres. Nun stellt sich heraus, wie gut sie in den Weinbergen über das Jahr gearbeitet haben und ob eine optimale Qualität am Ende heraus kommt. Die Weinlese beginnt meist zwischen Mitte und Ende September.
Die Weinlese wird heutzutage entweder manuell oder auch traditionell durch die Handlese durchgeführt. Das heißt ein Lesetrupp versammelt sich an dem jeweiligen Lesewingert und gemeinsam wird mit Scheren und Eimern die Trauben von den Reben abgeschnitten, in einer Butte gesammelt und in die jeweilige Kelterhalle gefahren. Nach getaner Arbeit sitzt man gemeinsam bei Weck, Worscht und Woi beisammen.
Die andere Art Trauben zu lesen ist die maschinelle Lese mit dem Vollernter. Dieser fährt über die Reihen hinweg, durch klopfen und rütteln werden die Beeren von den Reben gelöst. Diese Art der Lese ist nicht Qualitätsmindernd. Es erspaart den Winzerinne und Winzern viel Handarbeit.
Prädikatsweine wie Beerenauslese, Trockenbeerenauslese sowie Eiswein müssen per Hand gelesen werden!
So, soweit zur Weinlese....bis bald mit einem Bericht über den Zinnfandel!
Sonnige Grüße ihre
Annika
Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Umstädterinnen und Umstädter,
liebe Weinfreunde,
während des Winzerfests in Groß-Umstadt wurde ich darauf angesprochen –
warum es denn jetzt 4 Weinhoheiten in Groß-Umstadt gäbe- und welche Funktion ich mit meiner Krone habe.
Bereits vor 2000 Jahren entdeckten die Römer die Schönheit und das milde Klima der „strata montana“, der Bergstraße. Sie pflanzten die ersten Reben auf die sonnenbeschienenen Hügel der Region. So entstand an den Hängen des Odenwaldes ein Weinanbaugebiet, das eine Menge zu bieten hat, u. a. einen hervorragend gedeihenden Wein.
Zwei räumlich getrennte Bereiche charakterisieren dieses kleine bestimmte Weinanbaugebiet: Zum Einen gibt es südlich von Darmstadt vereinzelte Weinberge in Seeheim und Alsbach. Nach Süden hin wird die Rebfläche geschlossener. Schwerpunkte des Weinbaus liegen in Zwingenberg, Bensheim - Auerbach und Heppenheim, sowie in den aus dem Odenwald einmündenden Seitentälern. Südlich von Heppenheim endet dieser Bereich, mit dem Namen Starkenburg.
Und zum Anderen gibt es den Bereich Umstadt, mit den Lagen Herrnberg, Stachelberg und Steingerück sowie der Roßberg in Rossdorf. Der Mittelpunkt ist das Städtchen Groß-Umstadt, auch die Odenwälder Weininsel genannt. Hier ist der Weinanbau seit Jahrzenten heimisch – nicht zuletzt darum ist der Umstädter Wein eine gesuchte Spezialität und weit über die Grenzen des Bereichs Umstadt hinaus bekannt und beliebt.
Diesen Bereich Umstadt vertreten nun für ein Jahr Maria I., Lisa und Janina
Die Bergstraße ist in ganz Deutschland als der Frühlingsgarten bekannt. Hier erwacht der Frühling, bevor er seine Blüten über alle deutschen Lande verteilt. Kaiser Joseph II. (1765–1790) soll deshalb, als er auf der Rückreise von Frankfurt an der Bergstraße Halt machte, ausgerufen haben: „Hier fängt Deutschland an, Italien zu werden“.
Die durchschnittlichen Jahresklimawerte liegen bei 10 °C Celsius, dazu fast 1600 Stunden Sonnenschein pro Jahr und 720 mm Niederschläge. Ein Klima, das sich durch eine lange Vegetationszeit auszeichnet.
In den ersten 4 Wochen meiner Amtszeit, hatte ich bereits viele schöne und nette Begegnungen rund um den Wein und weitere werden noch folgen.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen mich bei Allen für die Unterstützung bei meiner Krönung in Bensheim , für die Geschenke und Glückwünsche zu bedanken.
DANKE SCHÖN… Es war ein tolles Gefühl, mit so viel heimischem Applaus, in mein neues Amt eingeführt zu werden.
Ein großes Dankeschön geht auch an die Stadt Gross-Umstadt, stellvertretend hierfür an Sandra Schröbel, die extra einen FAN-BUS organisiert hat.
Wer Interesse hat meine Termine zu verfolgen darf gerne auf den Seiten von u-kult.com stöbern. Dort stelle ich aktuelle Info’s rund um meine Auftritte bereit.
Danke auch an dieser Stelle dem U-Kult Team – Paul Wucherpfennig und Marc Prieur, die es mir möglich machen über meine Aufgaben zu berichten.
In diesem Sinne …bis bald
herzlichst Ihre
Annika Büchler
Gebietsweinkönigin der Hessischen Bergstraße 2009/2010
Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Umstädterinnen und Umstädter,
liebe Weinfreunde,
Die erste Woche als Bergsträßer Weinkönigin ist vorbei und ich hatte bereits viele schöne Erlebnisse.
Angefangen mit dem Aufregenden Krönungsabend im Winzerdorf, über die Rundgänge bei den Winzerinnen und Winzern, bis hin zu einem wunderschönen Winzerfest Sonntag mit Festzug bei strahlendem Sonnenschein, die Gebietsweinprobe mit vielen Interessanten Weinen aus der Region und schließlich das Fest der Generationen, ein besonderes Fest in der Altstadt von Bensheim mit seinem ganz besonderen Flair.
Ich konnte ein Woche Bensheim erleben, eine faszinierende Stadt, ein tolles Programm und freundliche Menschen aus Nah und Fern.
Vielen Dank an alle Verantwortlichen, Bensemern und den Gästen.
Ich freu mich auf die nächsten Monate :-)
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen für die lieben Glückwünsche, Geschenke, die tolle Unterstützung bei meiner Krönung und bei dem großen Festzug ganz herzlich bedanken.
Herzlichst Ihre
Annika
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