
Mit afrikanischen Liedern eröffnete der Groß-Umstädter
Gospelchor die Gospelnacht in der Stadtkirche am Marktplatz.
FOTO: KLAUS HOLDEFEHR
Konzert - Chöre und eine Band begeistern am Samstag in der Stadtkirche bis nach Mitternacht
UMSTADT. Zwei Chöre, ein Leiter, ein Thema und ein begeistertes Publikum - das ist das Resümee der zweiten Umstädter Gospelnacht, zu der am Samstag-abend kein Sitzplatz mehr zu finden war in der Stadtkirche.
Es ist bemerkenswert, wie Chorleiter Stefan Mann die Sängerinnen und Sänger für einen Gesang zu begeistern vermag, der direkt aus der Seele zu kommen scheint und immer auch vom Glauben kündet. Mann leitet nicht nur den Groß-Umstädter Gospelchor, sondern auch das Ensemble aus Eberstadt, das sich als ebenso leidenschaftlich erwies wie der Chor von der Odenwälder Weininsel.
Diese schien an diesem Abend in tropischen Breiten zu liegen. Schwülwarm war die Luft, der musikalische Auftakt afrikanisch, und die Herkunft der Songs wurde auch mit Trommeln manifestiert. Das Publikum ließ sich von solcher heißen Leidenschaft schnell anstecken und zu rhythmischem Mitklatschen verführen.
Die von den Groß-Umstädtern gesetzte Stimmung setzten die Eberstädter mühelos fort. Zwei Pausen setzten Kontrapunkte der Ruhe und Entspannung, wobei das Programm zu immer neuen Höhepunkten strebte, die auch von dem Saxofonquartett ParaVos markiert wurden.
Zur geschickten Dramaturgie gehörte das Zusammenwirken der drei Ensembles in der Schlussphase, die bis über Mitternacht hinaus reichte.
aus
DARMSTÄDTER ECHO 2. JUNI 2008
Seite zuletzt geändert am: 07.06.2008, 20:17 von Mark Prieur