Das obligatorische Ehrenbild nahm der strahlende Kellermeister Jürgen Kronenberger (4.v.links) in Empfang, während die daneben stehende deutsche Weinprinzessin, Susanne Winterling, die dazugehörende Urkunde überreicht. Neben der deutschen Weinprinzessin ist die Bergsträßer Gebietsweinkönigin Kathrin Wind zu sehen. Das hoheitliche Bild komplettierten die Groß-Umstädter Weinkönigin Annika I. (vorne, rechts)und Groß-Umstadts Weinprinzessin Kerstin (vorne, links).
Im historischen Kurfürstensaal in Heppenheim fand zum Auftakt des 56. Bergsträßer Weinmarktes, die 60.Bergsträßer Weinprämierung 2008 statt. Anwesend bei diesem besonderen Ereignis war viel politische Prominenz, zahlreiche Winzer und für die bunten und schönen Farbtupfer im Kurfürstensaal sorgten die anwesenden Weinhoheiten. Aus der Pfalz war die deutsche Weinprinzessin Susanne Winterling angereist, anwesend war ferner die Bergsträßer Gebietsweinkönigin Kathrin Wind. Sie wird sich in diesem Jahr auch um das Amt der deutschenWeinkönigin bewerben.
Zu den weiteren Hoheiten zählten auch Groß-Umstadts Weinkönigin Annika I. sowie ihre Prinzessin Kerstin.Auch eine Abordnung von Umstädter Winzern war nach Heppenheim geeilt.
Begrüßt wurden die Gäste durch Heppenheims Bürgermeister Gerhard Herbert. Seitens des Veranstalters des Weinmarktes hieß Otto Guthier die Besucher willkommen.
291 Weine geprüft
An der diesjährigen 60. Bergsträßer Weinprämierung beteiligten sich 18 Weingüter, Genossenschaften und Weinbaubetriebe. Aus Anlass des Bergsträßer Weinmarktes wird dieser Wettbewerb alljährlich vom Weinbauverband Hessische Bergstraße ausgerichtet und organisiert. An diesem Weinmarathon nehmen die weinerzeugenden Betriebe teil, um sich einem internen Leistungsvergleich zu stellen. Erstmals waren neben 15 Winzersekten auch 14 Perlweine für diesen Wettbewerb eingereicht worden.
In diesem Jahr gelangten 291 Weine aus den Jahrgängen 2005, 2006 und 2007 zur Anstellung. Dies zeigt, dassdie Bergsträßer Weinprämierung nicht an Attraktivität verloren hat, denn in diesem Jahr war die Anstellung höherals im letzten Jahr.
Eine 12-köpfige Gruppe von Experten aus den 5 benachbarten Anbaugebieten verkostete und beurteilte am 5.Juni die Bergsträßer Kreszensen. Die Weine werden nach dem 5-Punkte-Schema der deutschenLandwirtschaftsgesellschaft bewertet.
Insgesamt wurden 98 Erzeugnisse (33,6%) in die Preisgruppe I mit einer Punktezahl von mindestens 4,5 (Gold)von 5 möglichen Punkten getestet, 91 Weine (31,7%) in die Gruppe II (Silber) und 62 Weine (21,0%) in dieGruppe III (Bronze). Rund 13,7 Prozent erreichten die Mindestpunkte von 3,5 nicht! Dieses Gesamtergebnis spiegelt die gute Qualität der Jahrgänge 2005 bis 2007 wieder. Bemerkenswert ist der hohe Anteil an Rot- und Roséweinen, der es mengenmäßig auf 29 Prozent der Anstellungen brachte. Die Rebfläche von roten Sorten ist an der Bergstraße in den letzten Jahren stetig gewachsen.
Ehrenpreise
Besonders gute Leistungen eines Betriebes werden durch die Vergabe eines Ehrenpreises ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung ist der Ehrenpreis des Weinbauverbandes Hessische Bergstraße, zweithöchste Auszeichnungen sind die Ehrenpreise des Kreises Bergstraße und Darmstadt-Dieburg. Danach folgen die Ehrenpreise der weinbautreibenden Städte an der Bergstraße. Als Grundlage für die Vergabe werden die glatten5-Punkte-Weine herangezogen.
Im Mittelpunkt des Empfangs im Kurfürstensaal stand folglich natürlich die Verleihung der Ehrenpreise. Den Ehrenpreis des Weinbauverbandes Hessische Bergstraße durfte Kellermeister Jürgen Kronenberger von der „Odenwälder Winzergenossenschaft“ (OWG) entgegennehmen. Die OWG wiederholte damit ihren Vorjahreserfolg. Für die eingereichten Weine gab es 25mal Gold, 12mal Silber und 4mal Bronze. DieGroß-Umstädter OWG lag damit weit vor den anderen Weingütern.
Über den Ehrenpreis des Kreises Darmstadt-Dieburg durfte sich das Weingut Werner Edling (Roßdorf) freuen. Der Ehrenpreis der Stadt Groß-Umstadt wurde wieder dem Weingut Brücke-Ohl zugesprochen. Der Preis wird im Rahmen des diesjährigen Winzerfestes in Groß-Umstadt überreicht.
Zu den weiteren prämierten Groß-Umstädter Winzern zählten Weinbau Collatz sowie das Weingut Krupka.
Weinprobe und Eröffnung
Nach dem offiziellen Teil folgte im Kurfürstensaal eine Weinprobe mit auserlesenen und prämierten Weinen. Teilweise wurden die 9 Proben von den anwesenden Hoheiten vorgestellt. Im Ausschank waren aus dem Anbaugebiet der „Odenwälder Weininsel“ Weine der Odenwälder Winzergenossenschaft (Rotling und eine Riesling Auslese) sowie des Weinguts Werner Edling aus Rossdorf (Frühburgunder). Zum Auftakt der Probenfolgen durften die Gäste einen Primasecco Rosé von der Bergsträßer Winzergenossenschaft genießen. Musikalisch umrahmte die Weinprobe ein Trio der Musikschule Heppenheim.
Im Anschluss an diesen stimmungsvollen Auftakt marschierten die Gäste gemeinsam zum Festzelt im historischen Amtshof. Hier füllte Bürgermeister Gerhard Herbert die ersten Weinmarktgläser aus einem auf der Bühne bereitstehenden kleinen Holzfass. Unterstützt wurde er dabei von den charmanten Weinhoheiten, darunter auch die deutsche Weinkönigin.
Nach diesem süffigen Einstand in die Festtage gab die Bensheimer Bürgerwehr das akustische Startsignal zur Eröffnung des Weinmarktes. Sie ließ mehrere ohrenbetäubende Gewehrsalven erschallen. Der Bergsträßer Weinmarkt in Heppenheim hat seine Pforten noch bis zum Sonntag, den 6. Juli, geöffnet.
Text und Bild Karl Johmann
Seite zuletzt geändert am: 07.07.2008, 10:49 von Mark Prieur