Kleine Weinkunde von Ihren Weinhoheiten

Teil 1: Der Rebschnitt

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Umstädterinnen und Umstädter,
liebe Weinfreunde!


Das Werden des Weins über all seine Stufen zu verfolgen ist – wie bei allem, was lebt und sich allmählich entwickelt- eine spannende Geschichte. In unserem ersten Teil der kleinen Weinkunde möchten wir uns mit dem „Rebschnitt“ beschäftigen:

Der Legende nach war es ein Esel, der die Menschen zum Rebschnitt brachte:
Irgendwo in Palästina knabberte er kräftig an einem Weinstock, zum Entsetzen der Dorfbewohner. Als aber dieser Stock dann besonders große Früchte trug, kamen die Leute dahin, künftig alle Weinstöcke zu schneiden.
Aber der Ordnung wegen griff man lieber zum Messer, statt es den Eseln zu überlassen…..

Der Rebschnitt, der wichtigste Einriff des Winzers im Leben des Rebstocks, wird in Gestalt des Winterschnitts und in Form des Sommerschnitts vorgenommen.
Ohne systematischen und geplanten Rebschnitt würde die Weinrebe wild wuchern und nur minderwertige Trauben hervorbringen.

Während der so genannten Saftruhe zwischen zwei Wachstumszyklen der Rebe werden im zeitigen Frühjahr durch den Winterschnitt die Grundlagen für qualitativ hochwertiges Traubengut geschaffen. Dabei wird das im Sommer gewachsene, nicht mehr benötigte Holz (= einjährige Triebe) vollständig entfernt.
Als Fruchtholz werden in der Regel gut ausgebildete Triebe in Stammnähe ausgewählt. Fruchtholz entwickelt sich nur auf 2-jährigem Holz. Nach dem Schnitt sollten je nach Rebsorte ca. 6-10 Augen (Knospen)/ m² übrig sein.

Nach dem Rebschnitt folgt das Biegen/ Binden. Die Alleinstehende Rebe wird am vorgesehenen Biegedraht angebunden. Nun kann die Rebe beginnen sich zu entfalten.
Im Sommer müssen dann durch entsprechenden Rebschnitt das Längenwachstum der Sommertriebe begrenzt und eine unvorteilhafte Laubglockenbildung verhindert werden (Sommerschnitt).

Fortsetzung folgt.

Herzliche Grüße Ihre
Umstädter Weinhoheiten
Annika I.
Kerstin und Silke

 

Das erste halb Jahr im Auftrag des Weins :-)

 
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
liebe Umstädterinnen und Umstädter,
liebe Weinfreunde!
 

Über zwei Monate ist es nun schon her, dass wir in das Amt der Umstädter Weinhoheiten eingeführt worden sind. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei allen Verantwortlichen, bei allen Gästen und auswärtigen Hoheiten und bei den Vertreterinnen und Vertretern unserer Partnerstädte Saint Peray und Santo Tirso für ein schönes und unvergessliches Winzerfest 2007 bedanken. Angefangen mit dem aufregenden Krönungsabend in der Stadthalle mit anschließendem Fackelzug auf den Marktplatz, über die Rundgänge bei den Ständen, die uns mit einer Herzlichkeit begrüßt haben, die man nicht missen möchte, bis hin zu einem wunderschönen Winzerfest-Sonntag mit Festumzug bei strahlendem Sonnenschein.

Bereits am Dienstag nach dem Winzerfest starteten wir zu unseren ersten Termin. Wir überbrachten Herrn Landrat Jakoubek im Namen der Stadt Groß-Umstadt und der Winzerinnen und Winzer der sog. „kleinen Bergstraße“ die Glückwünsche zum 30 jährigen Bestehen des Landkreises Darmstadt-Dieburg und von 175 Jahren Bestehen der Landkreise. 

Des Weiteren besuchten wir die Odenwälder Kartoffelwochen mit dem Krönungsabend der neuen Odenwälder Kartoffelkönigin Christiane II und Ihrer Prinzessin Barbara.

Nach 6 Jahren Dienst im Auftrag der „tollen Knolle“ durfte Donata I die Krone an ihre Prinzessin Christiane abgeben.

Auch zu erwähnen ist unser Auftritt bei der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Umstadt/Mitte zu ihrem 20. Oktoberfest. Die Freiwillige Feuerwehr Groß-Umstadt und der Umstädter Wein: beide unverzichtbar für unsere Heimatstadt.

Ein erster Höhepunkt war für uns der Besuch des Winzerfests in Lützelsachsen Anfang Oktober 2007. Dort wurde das 60. Bergsträßer Winzerfest mit der Krönung der neuen Winzerkönigin Sabrina II und ihren Prinzessinnen Julia und Julia gefeiert. Mit beim Festumzug dabei waren zu unserer Überraschung auch die Umstädter Roten Teufel, mit denen wir im Anschluss an den Umzug Umstädter Stimmung auf die Bühne der Lützelsachsener Halle brachten.

Danach kam ein Höhepunkt nach dem anderen. Am dritten Wochenende im Oktober präsentierten die privat vermarktenden Weinbaubetriebe unter dem Motto „Regionales genießen“ zum 7. Mal die Veranstaltung „Kultur und Wein“, bei der wir den Genuss von Essen und Wein verbunden mit Lebensfreude in einem tollen Ambiente – im Pfälzer Schloss- genießen konnten. Von Rivaner Praline über Riesling Knacker bis hin zum Käse und natürlich dem guten Umstädter Wein wurden die Gäste und wir einzigartig verwöhnt. Noch einmal ein großes Dankeschön an das verantwortliche Winzerteam!

Bei der Sportlergala am 27.10.2007, die zum ersten Mal in der Stadthalle durchgeführt wurde, hatten wir die große Ehre, die Sportlerinnen und Sportler, die Kleintierzüchterinnen und Kleintierzüchter für Ihre besonderen Leistungen auszuzeichnen.

Für mich, Annika, war es eine ganz besondere Freude, da ich meinem Bruder Steffen die Gold Medaille überreichen durfte. 

Ministerpräsident Roland Koch würdigte dann im November die ehrenamtliche Arbeit und lud uns und weitere Vertreterinnen und Vertreter von Ehrenämtern nach Wiesbaden ins Schloss Biebrich ein.

Schokolade & Wein, eine Kombination die passt. Davon durften wir uns am 16.11.2007 in der Odenwälder Winzergenossenschaft überzeugen.

Auch die zahlreichen Besuche der Seniorennachmittage haben nicht nur uns eine besondere Freude bereitet. Wir wurden überall herzlich empfangen und haben zusammen mit unseren älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern schöne, kurzweilige und unterhaltsame Stunden verbracht.

Die ersten Monate im Auftrag des Weines und des Stadtmarketings haben uns viel Spaß und Freude bereitet. Wir freuen uns auf die nächsten Veranstaltungen und bedanken uns bei allen für die Unterstützung, insbesondere bei den Mitarbeiterinnen im Kulturamt.

 

Allen Umstädterinnen und Umstädtern wünschen wir eine besinnliche Vorweihnachtszeit, geruhsame Weihnachten und alles Gute im Neuen Jahr.

 

Herzliche Grüße Ihre Weinhoheiten

Annika I

Kerstin und Silke

 
 
 
 

Seite zuletzt geändert am: 29.06.2008, 14:26 von Annika Buechler

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