Umstädter geben sich italienisch

Aktion: Innenstadt wird bei »Strada del Sole« zur kulinarischen Meile – Gruppen sorgen für Musik und Tanz 

Ei­gent­lich ist Groß-Um­stadt ei­ne Hoch­burg der Por­tu­gie­sen. Aber auch Ein­flüs­se des ita­lie­ni­schen Le­bens­s­tils prä­gen das Bild der Kreis­stadt. Was Um­stadt zu bie­ten hat, da­von konn­ten sich die Be­su­cher der Fest­ver­an­stal­tung Stra­da del So­le am Sonn­ta­gnach­mit­tag über­zeu­gen.
Fol­k­lo­re-Tanz

Durch Umstadts Stadtkern führte an diesem Nachmittag eine »Straße der Sonne«, vom Eiscafé Tivoli am oberen Ende der Carlo-Mierendorff-Straße bis zum Bianco Nero in der Stadthalle. Acht Stationen hatte diese »Strada del Sole«, eine davon war der Stand der italienischen Abteilung des Verschwisterungskomitees, mit Prosecco und Limoncello und Informationen über die Umstädter Partnerstadt Dicomano.

Zu Beginn der Tour um 16 Uhr war die Terrasse des Eiscafés besonders gut gefüllt. Für den passenden Ton sorgte die Folklore-Tanzformation »Banda Bandello«, acht Mitglieder, die unermüdlich bis in den Abend hinein weiterspielten und -tanzten, auch Tarantella.

Gassenhauer mitsingen
Auch beim »Frankfurter« fanden sich so langsam Gäste ein, die italienische Speisen kosten wollten. Im Innenhof wurde ihnen ein zurückhaltendes musikalisches Begleitprogramm zum Essen serviert. Musik wurde auch beim »La Fontana« geboten. Beim »Dolce Vita« bildete sich später ein Stau, weil viele Passanten dort stehen blieben, um italienische Gassenhauer mitzusingen.

Auf dem Marktplatz formierte sich die Tanzformation »Kokopelli« aus Groß-Zimmern zum Gruppenfoto. Auch sie sorgte mit ihren dem venezianischen Karneval entlehnten Kostümen für italienisches Flair. Dort stand auch Paul Wucherpfennig, einer der Impulsgeber für Strada del Sole: »Es gibt in Umstadt bemerkenswert viele italienische Gastronomen, Restaurants und Eiscafés, und wir haben überlegt, eine solche Aktion zu machen, eine Sonnenstraße vom Tivoli bis zur Stadthalle. Unter dem Sammelbegriff sollte ein jeder für sich Programm oder bestimmte Spezialitäten organisieren. Das Umstädter Stadtmarketing kümmerte sich um die Werbung.« Eigentlich sollte das Straßenfest bereits im vergangenen Jahr starten, 2016 hätte es jedoch terminlich nicht gut gepasst, so Wucherpfennig.

Über den Marktplatz schlenderte auch Umstadts Bürgermeister Joachim Ruppert (SPD) mit Gattin Jutta und einigen Freunden. »Richtig schön«, kommentierte er. Und die Stadträtin Renate Filip (SPD) befand: »Tolle Idee, die noch weiter ausbaufähig ist.«

Klaus Holdefehr 

Ein Tänzchen wagen: Die Formation …